Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Gruppe von stickstoff- und schwefelhaltigen organischen Säuren, welche im normalen Menschenharn enthalten sind
Person:
Bondzynski, St. St. Dombrowski K. Panek
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18247/12/
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St. Bondzynski. St. Dombrowski und K. Panek. 
Sirupkonsistenz gebrac ht. Der erhaltene dünne Harnsirup wurde 
bis zum Auftreten einer schwachen Blaufärbung an mit Kongo¬ 
rot gefärbten Papiers!reifen mit verdünnter Schwefelsäure und 
darauf mit 11 /2 Volumen Alkohol versetzt: von ausgeschiedenen 
Alkalisulfaten wurde filtriert, die alkoholische Lösung mit 
Wasser verdünnt und mit Barytwasser gefällt, der Barytüber¬ 
schuß gleich darauf mit Kohlensäure zur Ausfällung gebracht 
und die Flüssigkeit dann von dem gesamten Barytniederschlag 
filtriert. Das Filtrat wurde in vacuo bis zur Sirupkonsistenz 
gebracht und nach dem Entfernen eines großen Teils des 
Natriumchlorids durch Auskristallisieren in der Kälte mit kon¬ 
zentriertem Alkohol gefällt. Der erhaltene Niederschlag von 
Baryumsalzen wurde nach dem Trocknen im Exsikkator in 
Wasser gelöst und die Lösung mit Bleiessig gefällt. Der Blei- 
niederschlag enthielt die Körper der Alloxyproteinsäuregruppe 
und wurde zur Darstellung derselben verwendet, das Filtrat 
diente zur Darstellung der Antoxyproteinsäure, vor allem aber 
der mit Quecksilberacetat beim Neutralisieren fällbaren Ver¬ 
bindung: zu dem Zweck mußte aus diesem Filtrat aber vorerst 
nicht nur das Blei, sondern auch die Essigsäure entfernt werden. 
Das Blei wurde mit Natriumcarbonat ausgefällt, die Essigsäure 
konnte nur durch Äther entzogen werden: dies geschah genau 
in der oben beschriebenen Weise, indem das Filtrat von Blei¬ 
carbonat mit Essigsäure neutralisiert, eingeengt und nach dein 
Entfernen der Alkalimetalle nach der bereits bekannten Methode 
und Verjagen des Alkohols im Schwarz sehen Apparate, mit 
Äther extrahiert wurde. Das mit Äther ausgezogene essig¬ 
säurefreie Säuregemisch wurde in Baryumsalze umgewandelt, 
welche mittels der Fällung mit Alkohol schließlich im trockenen 
Zustand erhalten wurden. Dieses Präparat von Baryumsalzen, 
welches frei von Natriumacetat war, diente nun zur Fällung 
mit Quecksilberacetat : seine wässerige Lösung wurde mit Essig¬ 
säure leicht angesäuert und mit einer 20°/oigen Lösung von 
Quecksilberacetat versetzt. Es entstand ein viel reichlicherer 
Niederschlag, als bei der Darstellung der Antoxyproteinsäure 
nach der im ersten Kapitel beschriebenen Methode. Noch 
reichlicher war aber die Fällung, welche durch Neutralisieren
        

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