Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Verhalten verschiedener Polypeptide gegen Pankreassaft und Magensaft
Person:
Fischer, Emil Emil Abderhalden
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18246/13/
Ern il Fischer und Emil Abderhalden, 
64 
trockneten Niederschlages 0,4 g. Das Filtrat gab nach weiterem 
Stehen im Brutraum. eine neue, ziemlich beträchtliche Kristal¬ 
lisation, die nach 2 Tagen 0,25 g wog. Aus der Mutterlauge* 
konnten trotz erneutem Zusatz von Pankreassaft und acht¬ 
tägigem Stehen im llrutraum nur noch 0,04 g desselben 
Produktes gewonnen werden. Das Rohtyrosin wurde durch 
Pinkristallisieren aus heißem Wasser unter Zusatz von etwas 
Tierkohle gereinigt. 
6.1768 g Substanz gaben 0.0673 g ILO u. 0.3874 g CO,, 
berechnet für CblIuN03: Gefunden: 
AtUili> C u. 6,07 u/u H. Ô6.70;'o C u. 6.11 °/« H. 
Die Ausbeute an reinem Produkt betrug 0,62 g oder 81,6", o 
der Theorie. 
Fm das gleichzeitig entstandene Glyeoeoll nachzuweisen, 
wurde die vom Tyrosin abliltrierte Lösung im Vacuum unter¬ 
halb 40° zur Trockene verdampft, und der Rückstand mit 3 ccm 
eiskaltem Wasser ausgelaugt. Reim Verdampfen des Filtrates 
blieben 0,28 g zurück. Da dem Glyeoeoll noch amorphe Produkte 
beigomengt waren, die die Kristallisation erschwerten, so diente 
zum endgültigen Nachweis sein Fsterehlorhvdrat. Ls wurde 
deshalb die Masse gepulvert, mit 3 ccm absolutem Alk«»lml 
übergossen, und unter Liskühlung mit Salzsäuregas gesättigt. 
Fm die Veresterung zu vervollständigen, wurde zum Schluß 
die leicht getrübte Lösung noch l—2 Minuten erwärmt und 
o . , 
dann sofort wieder ahgekiihlt. Nach Impfen mit einem Kriställchcn 
von Glycocollesterchlorhydrat schied die in einer Kältemischung 
stehende Lösung ziemlich rasch einen dicken Kristallbrei ab, 
der nach dem Absaugen, Waschen und Trocknen über Kalk 
und Schwefelsäure hei 144° schmolz und alle Eigenschaften 
des Glyeocollestcrchlorhydrats besaß. Seine Menge betrug 
0.32 — 0,17 g Glvkokoll oder 54,8°/o der Theorie. 
Leucyl-l-tyrosin.1) 
Zur Verwendung kam das amorphe Präparat, dessen Liu- 
heitlichkeit nach der früheren Beschreibung nicht sichergestellt 
ist. 0,5 g wurden in 30 ccm Wasser gelöst und mit 2 ccm 
'> E. Fischer, Her. d. Deutsch* ehern. Gesellsch., Jg. XXX\ 11. 
S. 2168 (161 >4'.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.