Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Quantitative Indicanbestimmung im Harne mit dem Meislingschen Kolorimeter
Person:
Oerum, H. P. T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18230/4/
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H. P. T. Oerum, 
Grade die Beurteilung stören, wenn man mit leidlich konzen¬ 
trierten Lösungen arbeitet. Dali man aber trotz der angeführten 
Schwierigkeiten eine Bestimmung von Indigoblau erreichen kann, 
haben viele Versuche gezeigt, doch ist die Methode zu wenig 
wissenschaftlich gestützt, um hier erwähnt zu werden. 
ln der Isatinmethode dagegen hat man eine Möglichkeit, 
die Aufgabe kolorimetrisch auf eine wissenschaftlich befriedi¬ 
gende Weise zu lösen: die Färbekraft ist größer und die Farbe 
völlig rein. 
Das benutzte Kolorimeter war das Meislingsche Kolori¬ 
meter, wegen dessen näherer Einrichtung ich auf die Zeitschrift 
für analytische Chemie, Bd. XL11I, S. 188 verweise. Dieses 
Kolorimeter scheint mir bedeutende Vorteile vor den sonst an¬ 
gewandten, z. B. dem von Wolff, zu haben und ich bin nach 
zweijährigem täglichen Gebrauch damit völlig zufrieden. Außer 
zu Hämoglobinbestimmungen, zu denen er meistens in der 
Klinik verwendet wird, habe ich ihn zu Eisenbestimmungen im 
Blute,1) Kupferbestimmungen2) und Jodbestimmungen benutzt. 
Die Farbe ist absolut dauerhaft und fordert zum Vergleiche 
keine Probelösung, die jedesmal beim Gebrauche anderer Kolori¬ 
meter analysiert werden muß, und schließlich fordert der Apparat 
nur 1 ccm zur Analyse. 
Der Apparat verfügt über alle Spektralfarben -f- Purpur, 
keineswegs aber über alle Nuancen. Zur Bestimmung von In¬ 
digorot finden sich nun verschiedene Nuancen im Apparate, 
während dies für Indigoblau nicht der Fall ist. 
Den besten Beweis dafür, daß eine Farbe wirklich der 
Farbe der Lösung entspricht, erhält man, wenn mehrere Reihen 
von Ablesungen dieselben Durchschnittszahlen für die Schicht¬ 
dicke geben. Ich führe hier das Resultat von 8 Reihen von 
je 10 Ablesungen an: 
6,59 
deren Durchschnittszahl 6,55 ist. Dieser Fehler ist sehr gering, 
da der Apparat nicht Ablesung der Schichtdicke auf mehr als 
V) Zeitschrift für analytische Chemie. Bd. XLIII. S. 1-4-7. 
*> Zeitschrift für analytische Chemie. Bd. LXI1I. S. 35h.
        

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