Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Quantitative Indicanbestimmung im Harne mit dem Meislingschen Kolorimeter
Person:
Oerum, H. P. T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18230/3/
Quantitative Indicanbestimmung im Harn 
e usw. 
461 
E11 i n g e r : 
mg 
Hou ma: 
Titrimetrisch 
I. Il 
II. 11 
III. 82 
IV. r, 
I. 7 .fi 
II. 38,0 
III. 82,ô 
IV. 17.fi 
Kolorimetrisch 
Zwischen 10 und In mg 
10—ri;') » 
30 . 
Unter f, , 
Zwischen 5 und 10 » 
30—40 » 
Etwas über ;io » 
Zwischen 15 und 20 » 
Zuweilen wird die Farbe violett oder blau stall rot. doch kann 
man nach Boum.*) diesem Ubelslande durch Behandlung des K,lirales 
mit Schwefelwasserstoff abhelfen. 
Dioye Bo um a sehe Methode ist sehr elegant und scheint 
nach Bouma bessere quantitative Verhältnisse als die direkte 
Bestimmung der Gesamtindigofarbstoffe bei der Wang-Ober- 
mayer-Boumaschen Methode zu geben. So liefert die Indigo¬ 
rotmethode 96,4°/o, die andere Titriermethode 86,8", Diese 
letzteren sind aber recht umständlich, da man einige Stoffe 
die in das Chloroform übergehen und störend auf die Titration 
mit Chamäleon wirken, entfernen muß. 
Es muß also von großem Vorteil sein, wenn man kolori¬ 
metrisch dieselbe Genauigkeit wie titrimetrisch erreichen könnte- 
aber mit Vergleichsröhrchen wird man dann nicht arbeiten 
dürfen, selbst wenn man eine große Reihe mit nur je f» mg 
Unterschied besäße, da die Karbe keineswegs dauerhaft und 
daher sehr unzuverlässig ist. 
Das Zweckmäßigste ist deshalb die Verwendung einer 
völlig konstanten Probefarbe. Ist man im Besitze einer Solchen 
so wird man den titrieranalytischen völlig entsprechende Resul¬ 
tate erzielen können, sogar ohne Entfernung der reduzierenden 
Stoffe, also bedeutend schneller. Rer einzige Mangel einer solchen 
Methode ist ein möglicher Übergang anderer färbender Bestand- 
teile in das Chloroform. 
Bei der Verwendung von Indigoblau als Bestimmungs- 
Objekt entsteht die Schwierigkeit, daß die Karbe bei den im 
Harne auftretenden Mengen nicht intensiv genug wird, und zu¬ 
gleich wird das unvermeidlich gebildete Indigorot hi hohem 
l) Deutsche medizinische Wochenschrift, 1302. Nr. 38
        

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