Bauhaus-Universität Weimar

Hans Euler. 
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der Kegel von Schütz entspricht, sich derselben aber doch 
weit mehr annuliert, als das beim Fermentgemenge eines ge¬ 
wöhnlichen Pankreasinfuses oder des Grüblerschen Trypsins 
der Fall ist. 
Das amylolytische Ferment des Pankreassaftes 
verzuckert Stärke gleichfalls nach der Regel von Schütz- 
Rorissow, wie Versuche von Glinski und Walther1) gezeigt 
haben, welche in Paw lows Laboratorium dünne Glasröhrchen 
mit gefärbtem Stärkekleister füllten und nach einer gewissen 
Zeit (ha Stunde) die Länge der aufgelösten Stärkesäule maßen.-1 
Lipase. Das Cytoplasma von Ricinussamen spaltet Baumöl 
in Gegenwart von (mit Essigsäure) ungesäuertem Wasser. Diese 
interessante; Fermentwirkung hat M. Nicloux3) untersucht. 
1 a 
Bei sehr starker Fermentwirkung sind die Werte — ln--= k 
t a—x 
konstant. Kleine Mengen Cytoplasma (suspendiert) im zu spal¬ 
tenden Ol wirken proportional ihrer Menge. 
Zymase. J. H. Aberson4) hat die alkoholische Gärung 
der Glykose sehr eingehend untersucht. Die Hefe wird in einer 
mit Nährlösung versetzten Glykoselösung suspendiert und in 
einem Rotationsapparat geschüttelt. 
Von Zeit zu Zeit herausgenommene Proben werden von 
der. Hefe abfiltriert, worauf der Zuckergehalt polarimetrisch be¬ 
stimmt wird. Berechnet man die Versuche so, wie wenn ein 
homogenes System vorläge, so ergibt sich, daß die nach Formel 
1 a 
In berechneten Konstanten erheblich steigen (wobei der 
tax 
Zuwachs der Hefe bereits berücksichtigt ist). Eine bessere 
‘) Vergl. Pawlow, Arbeit der Verdauungsdrüsen. S. Hl. 
*) i'ber die Imwandlung von Stärkekleister in Zucker durch 
Speichelferment liegt eine ältere Arbeit von Cohnheim vor (Virchows 
Archiv. Hd. XXV111. S. 210. 1808). 
Auch eine l'ntersuchung von A. Schwarzer (Journ. f. praktische 
Chemie, Hd. I, S. 25. 1879) ist hier zu erwähnen. 
;,i C. r. Soc. Biol., Bd. LV1. S. 810. Siehe ferner Vr. Henri uni 
M. Nicloux. C. r. Soc. Biol, Bd. LV1I. S. 175 (1905). 
4) Hec. Trav. Chim. d. Pays-Bas, Bd. XXII. S. 78 (1901;.
        

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