Bauhaus-Universität Weimar

Beitrag zur Kenntnis der Cystinurie. 
Von 
Eyvind Büdtker. 
'Der Uedaktion zugegangen am 27. Juni i‘J05 » 
I. 
Vor mehreren Jahren machte ich eine vorläufige Mit¬ 
teilung', über einen Fall von Cystinurie, dessen chemische Ver¬ 
folgung mir von Herrn Professor Dr. med. Torup übertragen 
worden war. Meine Untersuchungen wurden Stellenwechsels 
halber unterbrochen, waren aber schon zu einem gewissen Ab¬ 
schlüsse geführt, und da deren Ergebnisse vielleicht einiges an 
Interesse darbieten, werde ich jetzt, obgleich spät, darüber 
berichten. 
Das Cystin, das .Blasenoxyd. von Wollaston, ist im 
Laule des vergangenen Jahrhunderts schon mehrfach der Ge¬ 
genstand fur Untersuchungen gewesen. Die ältere Geschichte 
dieses eigentümlichen Körpers ist schon in dieser Zeitschrift») 
so eingehend behandelt, dall ich darauf näher einzugehen nicht 
notig habe. Nur möchte ich einen Irrtum s) bezüglich der Fest¬ 
stellung seiner Zusammensetzung berichtigen. Der Verdienst 
diese richtig erkannt und bestimmt zu haben, gebührt nämlich 
unabgekürzt meinem Landsmanne Thaulow,*) der iin Jahre 
1HHH auf Veranlassung von Liebig und in dessen Laboratorium 
zu Gießen das Cystin analysierte und gleich seine richtige 
empirische Formel, C8HuN2S204, aufstellte. 
l) Norsk Magazin für Laegevidenskaben, 1892. 
*) Brenzinger, M XVI, S. 552. 
3) loc. cit. 
4) Liebigs Annalen, Bd. XXVII, S. 197.
        

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