Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Verbreitung von Glukothionsäure in tierischen Organen
Person:
Mandel, John A. P. A. Levene
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18224/3/
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John A. Mandel und P. A. Levene, 
Phloroßluf'insalzsäure einen roten Farbenton erhält und in Über¬ 
einstimmung damit nach Behandlung mit Salzsäure im Destillat 
Furfurol auf die übliche Weise nacliweisen kann.1) Reduktion 
von Fehlinsoher Lösung tritt nach Erhitzen mit Mineralsäuren 
ein, bleibt jedoch, ohne daß dies vorhergegangen ist, aus. Eine 
nähere Prüfung ergab, daß nach vorheriger Hydrolyse mit 
2°/oiger Schwefelsäure das Filtrat Fehlingsche Lösung mit der 
Stärke einer 24,5" oigen Traubenzuckerlösung reduzierte. 
Erwähnt ist ja schon das Verhalten der Substanzen gegen 
Wasser, verdünnte Säuren, Alkalien, worin sie löslich ist. und 
gegen Eisessig, in dem sie sich nicht löst. Bemerkt sei noch, 
daß das Baryumsalz in 50°/oigem Alkohol fast unlöslich ist. 
Mit Hilfe des oben angegebenen Verfahrens gelangt man im 
allgemeinen zu reinen Präparaten, doch stößt man bei gewissen 
Organen auf Schwierigkeiten, die wir in der nun folgenden 
näheren Schilderung der Substanzen verschiedener Herkunft 
bei Gelegenheit der betreuenden Fälle besprechen werden. 
Milchdrüse. 
Hier gelingt eine völlige Reindarstellung. Ich lasse die 
Analysen von verschiedenen Präparaten folgen. 
Präparat 1. 
0,2203 g Substanz gaben nach Kochen mit Salzsäure und Zusatz von 
C.hlorbaryum 0,0-148 g BaS04 = 2,68 °('« S. 
0.1707 g Substanz wurden zu einer Stickstoffbestimmung nach Kjetdahl 
verwendet; verbraucht: 5.05 ccm Schwefelsäure (1 ccm dieser Schwefel¬ 
säure entsprach 0,00172 g N,i. N = 4,66 °/o. 
*) In meiner Mitteilung über die Milz-Glukothionsäure (Diese Zeit¬ 
schrift, Bd. XXXVII. S. 4001 habe ich angegeben «Beim Destillieren mit 
Salzsäure konnte man im Destillate Furfurol mit Phloroglucin. Oretn und 
essigsaurem Anilin nacliweisen». Darüber äußert sich Neuberg wie folgt: 
«Die Angabe Levenes. nach der Destillation seiner Substanzen mit HCl 
im Destillat Furfurol nachgewiesen und positive Orcin- oder Phloroglucin- 
probe erhalten zu haben, ist mit den Tatsachen überhaupt nicht in Ein¬ 
klang zu bringen, da Furfurol, und nur solches kann sich im Destillat 
befinden, die Penlosenreaklionen nicht gibt» (Ascher und Spiros Er¬ 
gebnisse, Bd. 111. S. 404, 1004). Meine Angabe enthält jedoch, wie man 
siebt, kein Wort über die Pentosenreaktionen ; ich habe nur sagen wollen, 
daß sich aus dem Destillat ein Phloroglucid. Orcid und Anilid des Fur- 
furols darstellen läßt. P. A. L.
        

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