Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Verdauungschemismus im tierischen Organismus unter physiologischen und pathologischen Verhältnissen. I. Mitteilung
Person:
London, E. S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18223/3/
Zmn Verdauungschemismus im tierischen Organismus usw. 383 
werden. An dieser Stelle möge es genügen, die Grundprinzipien 
der Operatiunstechnik und die allgemeine Versuchsanordnung 
mitzuteilen. 
I. Der Du re h ni essor der Magenfistelkanüle muH die 
Dicke des Kleinfingers dos Experimentators ein wenig übertroffen, 
um die Exploration des Magens und die Entleerung desselben 
zu ermöglichen. Bei allen Darmfisteln aber muh eine möglichst 
breite (1,8—2,3 cm) Kanüle angelegt werden. 
II. Der Band der Fistelkanüle. Die Breite des Binges 
am inneren Bande wird bei der Magenlisteikanüle am besten 
gleich 1 cm gewählt werden, bei der Darmfistelkanüle gleich 
0.5 cm. Was den äußeren Band der Kanülen anhetriil't, so 
lut die Breite seines Binges bei Magen- und Jcjunumfisteln 
keine besondere Bedeutung, bei Duodenallisteln aber muß sie 
möglichst groß (2 cm und mehr) sein, um dem liberwachsen 
der Fistelkanüle durch die umliegende Haut vorzubeugen. Bei 
der Heumfistel muß man darauf achten, daß der äußert' Bing 
keinen Druck auf die Genitalia externa (bei Männchen) ausübt. 
III. Die Einführungsart der Kanüle. Bei der Magen- 
listel wird das Rührchon im Laparotomieschnitte fixiert: bei 
allen übrigen Fisteln muß man für dasselbe vermittelst eines 
Skalpells eine spezielle Öffnung von genau berechneter Dimension 
parallel dem Laparotomieschnitt anlegen. Die Länge der Spezial- 
öffnimg für die Kanüle muß ~ (D-Durchmesser der Kanüle) 
betragen. Handelt es sich um eine Jejunum- oder Heumfistel, 
so erzielt man einen sicheren Erfolg nur in dem Falle,, wenn 
man die Kanüle durch einen Schnitt im Omentum majus durch¬ 
zieht, bevor man sie in die für sie bestimmte Bauehdecken- 
öffnung einführt. 
IV. Die Befestigung des äußeren Binges der Ka¬ 
nüle. Bei Magenfistelkanülen ist der äußere Bing schon voi¬ 
der Operation an das Bohr angelötet und bietet angesichts der 
weiten Operationswunde kein Hindernis für seine Fixierung. 
Bei den Darmfisteln aber muß der äußere Bing erst gleich nach 
der Operation angefügt werden und zwar bei Duodenalfisteln 
durch einfaches Anlöten, bei Jejunum- und Ilcumfisteln durch
        

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