Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die chemische Zusammensetzung der Zellmembranen bei verschiedenen Kryptogamen
Person:
Müller, Karl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18213/29/
Di<‘ chemische Zusammensetzung der Zellmembranen usw. 293 
D(*r mit verdünnter Schwefelsäure ausgekochte Hiiekstand 
des Mooses wurde getrocknet und dann mit Hoffmcisterschem 
Beagens behandelt. Nach eintägigem Stehen wurde das ge¬ 
bleichte Moos ausgewaschen, öfters mit verdünntem Ammoniak 
ausgekocht, getrocknet und in 78°/Viger Schwefelsäure gelöst. 
Wie hei Leioscvphus würde ein Sirup gewonnen, der durch 
wiederholtes Lösen in Alkohol von anorganischen Bestandteilen 
befreit wurde, hin teil desselben wurde mit essigsaurem 
Phenylhydrazin versetzt und stehen gelassen. Ks entstand kein 
Niederschlag, was die Abwesenheit von Mannose beweist. Nach 
dem Kr wärmen schied sich reichlich ein Osazon ab, das nach 
zweimaligem Umkristallisieren aus Alkohol bei 201° scluholz, 
danach Dextroscphenylosazon war. 
Kin weiterer Teil des Sirups wurde mit Salpetersäure 
spez. Gew. 1,15) oxydiert, wodurch ich Zuckersäure erhielt, 
deren Silbersalz analysiert wurde. 
Angew. Substanz: O.HgfK g | 
fief. Sill,or: «1,1(150 . J “ «*>•••* ' Horo. Imot : 50,0»/..) 
llicrdurcli ist sicliorgoslollt, «lall «‘ine Oexlrosozellulose 
vorliegt. 
Zusammenfassung: Hemizellulose: Xylan. Araban. Me- 
thylpentosan : Mannose ist nicht nachweisbar. Kehle Zellulose : 
Itexlrosozellulose. 
4. Laubmoose. 
Winterstein1) zeigte vor 10 Jahren, daß die Zellulose 
<-mes Gemisches verschiedener Bryaceen bei der Hydrolyse 
I text rose und Mannose liefere. Mannose wurde sonst selten 
bfi echter Zellulose gefunden und der Umstand, daß auch ver¬ 
schiedene Farne nach Winterstein das Mannosemolekül zum 
Aufbau ihrer Wände benutzen, könnte die Ansicht aufkommen 
lassen, die Archegoniaten enthielten diesen Bestandteil in der 
Mehrzahl der Fälle. Da bei den nachfolgenden Laubmoosen, 
auch bei den untersuchten Lebermoosen keine Mannose 
nachzuweisen war, scheint auch bei den Archegoniaten Mannose 
11,1 •’ ausnahmsweise vorzukommen. 
1 Winterstein, Diese Zeitschrift, Bd. XXI, S. 152 ilKU5).
        

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