Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die chemische Zusammensetzung der Zellmembranen bei verschiedenen Kryptogamen
Person:
Müller, Karl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18213/17/
Pif* chemische Zusammensetzung der Zellmembranen usw. 2K1 
Kin Teil der grauweißen Masse, die das Kverniin dar- 
'tellte, wurde mit Salpetersäure (spez. (lew. 1,1 f>) oxV'tlicrt 
Ihvimal versuchte ich vergeblich, Zuckcrsäure zu erhallen, ohne 
ilah ich den («rund des Mißlingens angeben kann. Krst heim 
vierten Versuch hatte ich Krfolg. Keim Verleihen des Oxydations- 
prnduktes mit Wasser schied sieh ein feiner weißer Nieder¬ 
schlag ans, den ich anfangs für Sehleimsänre hielt, er war aber 
anorganischer Natur. Sehleimsänre war dagegen keine nach¬ 
weisbar, woraus aut die Abwesenheit von (ialaktan im Kverniin 
geschlossen -werden muH. Das erhaltene saure, zuckersaure 
Kalium wurde zweimal aus Wasser umkristallisiert, dann das 
Silbersalz dargeslellt und analysiert: 
* 
Angi'vv. Substanz: 0.1KÎMÎ jr | !. 
Gef. Silber: O.OJMW * f '■ dtorechnet: 
Das erhaltene Oxydationsprodukt stimmt mit Stüdes An¬ 
gaben insofern überein, als er hei der Verzuckerung Dextrose 
erhalten fiat. Diese gibt aber bekanntlich bei der Oxydation 
Znckersänre. 
Der zweite 'feil meiner Aufgabe war die Prüfung der 
Urmel CßIf1507, denn durch das Oxydationsprodukt war ein 
I nterschied zwischen lächenin und Kverniin, wie eben gezeigt, 
nicht anfznfinden gewesen. 
Kin Teil des Kverniins wurde* nach zweimaligem Lösen 
in kochendem Wasser und darauffolgendem Fällen mit Alkohol 
im Dampftrockenschrank getrocknet., dann g(*pnlvert und 
analysiert : 
Angew. Substanz : o.lU'iS g | MU.UT ' „ C 
(ielundene Kohlensäure: O.^on * _= > II 
Ilde 
Hieraus ergibt sich die Formel C,,11,-0., wie sie much 
aus den Analysen von Stüde sich ableitet. Was mich aber 
überraschte, war ein erheblicher anorganischer llückstand im 
hi flehen nach der Verbrennung. Dieser llückstand betrug 
,,ntS() g, also 11 °/o des Kverniins. Auffallend war ferner, 
dal» moire Analyse mit der von Stüde stimmte, wenn man 
du i anorganischen Rest vernachlässigte; Tut man das aber 
11ivlit. d«ann erhält man folgende Zahlen : 
Uojijui-Si-ylfrS hrift f. physiol. Ch-mie. XLV. l!»
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.