Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis der aus Ricinussamen darstellbaren Eiweißsubstanzen
Person:
Winterstein, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18197/2/
70 
K. AVint erstein. 
mit Fssigsäure keine Füllung mehr gab. Da die Filtration (1er 
alkalischen Flüssigkeit nicht durchführbar war, wurde dio-r 
trübe Lösung mit Kssigsüure ungesäuert, der Niederschlug mr 
ein Filter gesammelt, mit Wasser wiederholt ausgewasclu i 
und dann mit absolutem Alkohol und Äther entwässert. (■> 
resultierte so ein hellgraues, zerreibliches Fulver. 
200 g dieser Substanz wurden durch Sstiindiges Kochen 
mit konzentrierter Salzsäure zersetzt, die braune Zersetzung*-. 
fliissigkeit mit Wasser verdünnt und mit ca. f>0 ccm konzen¬ 
trierter Phosphorwolframsäurelösung versetzt, die dabei ent¬ 
standene dunkle Fällung wurde durcit Filtration von der nur noch 
schwach gefärbten Flüssigkeit getrennt und letzterer so viel 
Phosphorwolframsüurelösung zugefügt, bis auf weiteren Zusatz 
erst nach einiger Zeit eine Fällung auftrat. Diese Fällung 
wurde nach 2tägigem Stehen von der Flüssigkeit getrennt. 
Fite ich nun die Darstellung der Hase beschreibe, will ich nur 
einige Worte über die Verarbeitung des aminosäurenhaltigci) 
Filtrats mitteilen. Die saure Lösung wurde zunächst auf dem 
Wasserbade konzentriert, wobei sich eine grolle Menge von 
kristallinischen Phosphorwolframaten ausschied, welche von der 
Flüssigkeit getrennt und mit Wasser etwas ausgewaschen wurden. 
Diese kristallinischen Wolframate lösten sich zum grollen Teil 
in Alkohol auf: der im Alkohol unlösliche Rückstand und der 
im Alkohol lösliche wurden getrennt in bekannter Weise mit 
Baryt zersetzt, der gelöste Baryt mit Schwefelsäure quantitativ 
ausgefällt, die Flüssigkeiten beinahe zur Trockne eingedunstet: 
die ausgesehiedenen Kristalle wurden auf Tonplatten von der ge¬ 
ringen Menge Mutterlauge befreit, es resultierten weiße glänzende 
Blättchen, die vorläufig nicht weiter untersucht wurden. Die 
von den kristallinischen Wolframaten getrennte saure Flüssig¬ 
keit wurde in der Wärme mit Baryt schwach alkalisch gemacht, 
die farblose Lösung von dem schwach blau gefärbten Nieder¬ 
schlag getrennt, letzterer sodann mit viel Wasser ausgekocht, 
auf der Nut sehe abgesogen und gut ausgewaschen, die Lösung 
wurde* durch Schwefelsäure vom gelösten Baryt befreit und 
zur Sirupkonsistenz eingedunstet. Der schwach gelb gefärbte 
Sirup wurde nun nach der Methode von F. Fischer vercstert.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.