Bauhaus-Universität Weimar

Zur Frage nach dem glylcolytischen Prinzip des Blutfibrins. 
_ Von 
Ah« 'lem »•homkchëij Laboratorium dos Institute für experimentelle Medizin 
zu St. Petersburg1. 
(Der Hedaktion zugegangen am 21 April 1905.) 
ln der Abhandlung1) über Glykolyse durch ( Ixydations- 
fennonte sind Tatsachen und Beobachtungen mitgeteilt worden, 
welche beweisen, (laß dem Fibrin und dessen Auszuge eine 
glykoly t ische Wirkung zukommt, das heißt, daß sie ein Prinzip, 
Welches Zucker zu zersetzen imstande ist, enthalten. Den Eigen- 
sclmften nach zu urteilen, welche dieses Prinzip besitzt, muß 
es zu den Fermenten gehören. Darauf fußend, daß bei der 
filykolyse durch Einwirkung der aus Fibrin erhaltenen Auszüge, 
resp. der in diesen enthaltenen Stoffe Sauerstoffverbrauch und 
Kohlensäurebildung zu konstatieret war, sowie darauf, daß im 
Fibrin selbst und auch in dessen Auszügen verschiedene Oxy¬ 
dul ionsfermente. resp. Oxydasen gefunden worden sind, welchen 
die Fälligkeit, Zucker im Blut zu zersetzen, durch einige Forscher 
zugedacht wurde, ist die Glykolyse als Oxydationsprozeß aul¬ 
gefaßt worden, Weitere Untersuchungen sollten aber entscheiden, 
inwieweit die Zuekerzersetzung ein rein oxydativer Prozeß ist 
und inwieweit an derselben auch andere, vielleicht noch nicht 
aufgeklärte Vorgänge mitbeteiligt sind. Wegen der Kompliziertheit 
des glykoly tischen Prozesses einerseits und der verschieden¬ 
artigen Zusammensetzung des Fibrins selbst und seiner Extrakte 
andererseits mußte in erster Linie festgestellt werden, welche 
Stoffe und Funktionen außer der uns interessierenden glvko- 
litiscben Wirkung dem Fibrin zukommen, es mußte weiter ver- 
*V Diese Zeitscfirift, Htl, XXXIX, S. W*
        

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