Bauhaus-Universität Weimar

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A J. K U h k o I 
Eine erste Reihe von Versuchen wurde nach den vor- 
beschiiohoucn Methoden durchgeführt mit Gesteinen, mit Kessel¬ 
steinen von verschiedener Provenienz, mit Wasserriiekstünden 
und ähnlichem Materiale. Die Überlegungen, die gerade zur 
1 ntersuohung dieser Gegenstände geführt haben, liegen ja nahe. 
\Y eon wirklich Arsen als regelmäßiger Bestandteil tierischer 
teile sich lindet, so ist es eine einfache Annahme, als Zufuhr- 
■ stelle diese.*- Arseniks (las von uns aufgenommene Trinkwasser, 
Koeliwasser und alles, was daher einen Arsenikgehalt beziehen 
kann iMilch, hierv Fleisch etc. i, zu beschiddigen und zu unter- 
suclieu. 
A. Versuch: HK) g Gradierstein aus dem Gradierhaus 
der Kissinger Soole mit 200 ccm- HCl nach feinem Pulverisieren 
zusammengerieben. — Erstes Destillat, etwa ßO Minuten, gab 
direkt mit ll2S sehr deutlichen Niederschlag von As.,S.}. Zweites 
Destillat gab noch stärkeren Niederschlag (mehrere Milligramme). 
Drittes Destillat gab nichts mehr. 
Die Kissinger Soole (die aus dem Zechstein stammt) ent¬ 
hält also deutlich Arsen. - • 
-• V ersuch : l ntersucht wird kristallisierter kohlensaurer 
Kalk ;uis einer Verwerfungsspalte des Müsehelkalks bei Würz- 
burg. — Der bei Würzburg ausgebildete Muschelkalk zeigt zahl¬ 
reich!; Verwerfungsspalten, die mit dicken Bändern schön 
kristallisierten, ganz reinen kohlensauren Kalkes ausgefüllt sind. 
l)i(*se Kalkkristalle sind natürlich als Eintrocknungsrückstand 
von Grundwasser anzusehen, das den Muschelkalk ausgewaschen 
hat und in den Spalten zur Kristallisation gekommen ist. — 
Einige Antangsversuche mit je 50 g dieses Materials hatten 
kein positives Ergebnis. Es wurde darauf auf einmal eine 
Menge von ß<)0 g dieser Kristalle fein gepulvert, untersucht 
und jetzt im Destillat (zuletzt bei Zusatz von Ferrosalz) deut¬ 
liche, aber doch mir schwache Reaktion auf Arsen erhalten 
(höchstens einige Hundertstel-Milligramm As). — In diesem 
kristallisierten Kalk sind eisenreiche Stellen eingelagert. Ein 
an solchen Eisendrujsen *reiches Kalkkarbonat gab ebenfalls nur 
sehr geringe, aber deutliche Arsenreaktion, Die Absicht dieser 
l ntersuchungen ist klar; Die »Säuren des Arsens werden als
        

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