Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Läßt sich der Stickstoffgehalt in Lysin und ähnlichen Verbindungen nach Kjeldahl bestimmen?
Person:
Sörensen, S. P. L. A. C. Andersen
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18109/17/
I.ïiM sich (1er Stickstoffj-chalt etc. nach Kjel’dahl bestimmen? 
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Ks hat sich also erwiesen, daß die drei letzt¬ 
erwähnten Stoffe (Lvsursäure, Trimethylen-di-phtal- 
imidmalonester und a-e-Diaminopimelinsäure), welche 
durch Lrhitzen mit konzentrierter Schwefelsäure 
unter Ammoniakabspaltung zur Bildung eines Pipe¬ 
ridinringes Anlaß geben können, sieh wie das Piperidin 
selbst verhalten; sie geben bei der gewöhnlichen 
Kjeldahlsehen Methode weniger Ammoniak als bei 
der (iunningschen oder der Gun ni ng-A molds eben 
Modifikation, 
Wird in dem Piperidinring eine GHg-Gruppe gegen eine 
CO-Gruppe umgetauscht, wird der Bing leichter zersetzlieh. So 
läßt sich nach der gewöhnlichen Kjeldahlsehen Methode das 
Piperidon selbst analysieren, und dasselbe gilt der f-Amino- 
propylmalonsäure, die durch einfache Destillation unter Verlust 
von Kohlensäure und Wasser Piperidon bilden kann. Um so 
merkwürdiger scheint es uns, daß der als Ausgangsmaterial 
für die Darstellung der eben erwähnten Y-Aminopropylmalon- 
saure angewandte, zuerst von S. Gabriel1) dargestellte y-Phtal- 
imidpropylmaloriester bei der gewöhnlichen Kjeldahl sehen Be¬ 
stimmung selbst nach langdauerndem Kochen einen ein wenig 
zu niedrigen Stiekstoßgehalt erweist. 
tj T'l’litalimidpropylnialonester. 
COOCjlI 
Ul -CH, - CH. - CH, _ S< °')C.H, . 
i N:fK 
COOCJI, 
Die Verbindung wurde nach Gabriel dargestellt. 
COOH 
I 1 . ' ' _ . ; ■ • 
g1 T-Aminopropyimalonsüurc, CH — CH2 — GH^ — ÇIf2 — Nil, 
COOH 
Die Säure wurde aus dem T-Phtalimidpropyhnalonester 
durcli Zersetzung mit Baryumhydroxyd und nachfolgende passende 
Behandlung mit Salzsäure dargestellt. 
1 Bor. der Deutsch, ehern. Ges,, Bd.XXIII. S. 1707 (18Î>0) und 
Bd. XXIV, S. 13<54 (1891). 
Hoppe-Seylers. Zeitschrift I. physiol. Chemie. XL1Y. •>{)
        

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