Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Monoaminosäuren des "Edestins" aus Baumwollsamen und dessen Verhalten gegen Magensaft
Person:
Abderhalden, Emil Otto Rostoski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18089/9/
Die Monoaminosäuren des Edestins aus Haumwollsamen etc. 273 
kristallisierten, einheitlichen Produkten zu gelangen. Auch der 
Versuch, Kupfersalze darzustellen, führte zu keinen einwands¬ 
freien Resultaten. 
1 yrosinbestimrnung. 
2öO g Kdestin wurden 12 Stunden mit 2>/, I 25"/»iger 
Schwefelsäure am Rückllullkühler gekocht, nach dem Erkalten 
mit dem gleichen Volumen Wasser verdünnt, die Schwefelsäure 
mit Baryt quantitativ gefällt, und das Filtrat vom Baryumsulfat 
soweit eingeengt, bis schon in der Wärme eine reichliche 
Kristallisation erfolgte. Die Mutterlauge der abgesaugten Kristall¬ 
masse wurde so lange weiter eingedampft, bis eine Probe der 
von den Kristallen befreiten Mutterlauge nur noch eine ganz 
schwache Millonsche Reaktion gab. Die vereinigten KHstull- 
masscn wurden zur Reinigung mit Eisessig ausgekocht und 
schließlich aus viel heißem Wasser unter Kochen mit Tierkohle 
umkristallisiert. Es wurden auf diese Weise 5 g reines Tyrosin 
erhalten. ■ 
(U*82 g Substanz gaben 0.10311 g ILO und 04118 a m 
Dcrcdinc. für C#ll,,NOs: Gefunden: ' 
o9’6ß0/ü (: »nd IL 51>.«7°/b 0 und «,13% IL 
Nachweis von Tryptophan. 
KH) g Kdestin wurden in 1 1 Wasser suspendiert, mit 
ankreatin (Rhenania) und Toluol versetz! und . 14 Tage lang 
im Brutraum aufbewahrt. Das Vordauungsgemiseh zeigte deut¬ 
liche Tryptophanreaktion. 
Im Kdestin aus Baumwollgarnen würden somit auf 100 g 
trockenes, aschefreies Eiweiß berechnet folgende Produkte isoliert : 
Glykokoll 
Alanin 
A m inovaler jansäu rt 
«-Prolin 
Lt* nein 
Glutaminsäure 
Asparaginsäure 
Phenylalanin 
Serin 
Tyrosin 
Tryptophan 
Moppe-Spyicr g Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLIV 
en 
1.2% 
•M>% 
vor 
2.3% 
lo,o% 
17,2° V. 
2,11° o 
3.0 ° o 
0,4% 
2.3° > 
Vorhänden. 
18
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.