Bauhaus-Universität Weimar

o4 Hans Kuler. 
Die Reaktioosgesetze der alkoholischen Gärung des Zuckers 
sind von .1. H Aberson1) an lebender Hefe und von H O. 
Herzog2) an Acetondauerhefe studiert worden. In beiden Fallen 
geht die Reaktion im Innern der Zellen vor sich, wohin der 
Zucker durch Diffusion •gelangen muß. Hie Deutung der Er- 
gebnisse wird dadurch nicht einfach, wie auch Herzog1) in 
einer späteren Ausführung sagt. 
Die Bedingung der Homogenität ist, jedenfalls sehr viel 
weitgehender, im Buchnersehen IVeßsaft erfüllt, und E. Buch- 
n e r hat auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, an demselhen 
die Gesetze der Zyinasewirkung zu studieren.4) Die folgenden 
•Versuche sind in seinem Laboratorium • ausgeführt, und ich 
spreche Herrn Prof. Büchner auch an dieser Stelle für die 
Mitteilung seiner reichen Erfahrungen auf dem Gebiet der 
Gärungschemie meinen besten Dank aus. 
Beschleunigt die Zymase die alkoholische Gärung des 
Traubenzuckers wie ein Katalysator nach Ost waldscher De- 
linition in homogenem System, so sind in Lösungen, welche 
Zymase und Dextrose enthalten, folgende Beziehungen zu er¬ 
warten : 
1. Bei gegebener Konzentration der Zymase : Proportiona¬ 
lität zwischen der in jedem Moment vergorenen Zuckermenge 
und der Konzentration des Zuckers; es soll also, wenn a die 
Anfangskonzentration des Zuckers und x die zur Zeit t um¬ 
gesetzte Menge desselben bedeuten, der Ausdruck 
1 i a ; . 
• ~ ln = k 
. t a—x 
konstant sein, also unabhängig von der Zeit t und der An¬ 
fangskonzentration a des Zuckers. 
2, In Analogie mit der Inversion des Rohrzuckers durch 
Salzsäure: Proportionalität zwischen der Konzentration der Zy¬ 
mase (des Preßsaftes) und der Reaktionskonstanten k. 
’j Rec. Trav. chim. d. Pays-Bas, Bel XXII, S. 78, 1908. 
»! Diese Zeitschrift, Bd. XXXVII, S. 149, 1902. 
• ) Diese Zeitschrift, Bd. XLI, S. 416, 1904. 
*) Ber. d. d. eliem, Gesellschaft, Bd. XXXVII, S, 423, 1904.
        

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