Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Herkunft der endogenen Harnpurine bei Mensch und Säugetier. (Vorläufige Mitteilung)
Person:
Burian, Richard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18067/5/
Richard B u r i a n. 
An d < * ri i nachfolgenden eigentlichen Versuchslage wurde he] 
•«Ihn vier Kxperimenlen die Zeit von 0—0 Uhr vormittags (17. 1 !#. 
Hungersfunde) und von 10 I hr vormittags bis 2 I hr nachmittags (21. -21. 
Hungerstunde) i m Bett in ruhiger Rückenlage verbracht. Von 
bis 10 Ihr vormittags, also in der 20. Hungerstunde, wurde Muskel¬ 
arbeit geleistet, die in ausgiebigen Turnübungen bestand. 
Man ersieht aus der Tabelle, daß der Harnpurin-N /.war während 
iler Arbeitsstunde selbst nicht selten verringert ist (Versuch a und ln — 
offennar wegen der mit der Muskidtätigkeit regelmäßig verbundenen Ah- 
nalime der Diurese; daß er aber sodann über das Standardniveau ansteigt, 
um in der ersten oder zweiten Stunde nach der Arbeitsleistung sein 
Maximum zu erreichen. (tanz ähnlich verhält sich auch der Harnsäure-N. 
Dagegen läßt die Basenausscheidung schon in der Arbeitsstunde selbst 
trotz der Herabsetzung tier Diurese eine Vermehrung erkennen; ihr 
Maximum tritt früher ein und liegt relativ höher, als das der Harn- 
säureausfulir: der Maximalwert bei rügt z. I». in Versuch b für die Harn¬ 
säure das 1,0 facile, für die Basen das 2,K fache des Standardwertes. Da 
das anfängliche Absinken des Harnpurin-N. wenn es überhaupt zustande 
kommt, nur geringfügig, das darauffolgende Anwachsen desselben aber 
'echt beträchtlich ist, so resultiert in den vier Versuchen der Tabelle, in 
denen die Harnpurinausfuhr immer nur bis zum Wiedererreichen des 
Standardriiveaus verfolgt wurde, in Summa eine durch die Muskelarbeit 
bewirkte absolute Zunahme des Harnpurin-N um 22 — ilW mg. 
In den Versuchen c und d, welche einige (ca. 11) Stunden nach 
intensivster Muskelanstrengung hei sehr deutlich ausgesprochener Kr- 
in ü du n g begonnen wurde, liegt der Ifungerstandard der Harnpurin- resp. 
der Harnsäureausseheidiing wesentlich niedriger, als in den Vergleichs¬ 
versuchen a und h (7—S mg stall 11—lö mg Harnpurin-N pro Stunde). 
Ks war hier also auf die anfangs sicher vorhandene und wahrscheinlich 
sehr erhebliche Steigerung ein tiefes Absinken der Harnpurinausfuhr 
gefolgt. Die Versuche setzten offenbar gerade in diesem Stadium ein.1; 
Die beschriebenen Verhältnisse prägen sich auch in den Harn- 
purin-N-Kurven der vier Versuche ganz deutlich aus: 
11 Ihis sehr charakteristische Verhalten des (i esa m l- N in den obigen 
vier hxperimenten, sowie andere ähnliche Versuche sollen erst in 
der ausführlichen Mitteilung besprochen werden.
        

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