Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis des Blutfarbstoffe. (III. vorläufige Mitteilung)
Person:
Buraczewski, J. L. Marchlewski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18057/4/
Zur Kenntnis des Blutfarbstoffs. 
n:! 
Ait der Methode, sicherlich nicht einheitlich sein kann, sie 
warnen alter vor der voreiligen Deliauptung, dal! Urobilin syn¬ 
thetisch dargestellt sei. Die Darstellnngsweise aber und der 
l insland, .lall der künstliche Farbstoff bei der trockenen De¬ 
stillation Dämple gibt, die einen mit Salzsäure angcfeuctileten 
Fichtenspan rot färben, berechtigen zu der llehanptnng, dal! 
aus dem Methylpropylmaleinsäureiniid durch Deduktion ein 
l’yrrolderivat entsteht, welches, wie lläntopyrrol, unter dem 
Kinllni; des Sauerstoffs der Lull einen Farbstoff gibt, der .lern 
Urobilin sehr nahe stellt. In der Annahme, -lall Küster seine 
Untersuchungen lorlset/.en wird, werden wir selbstverständlich 
sein Arbeitsgebiet nicht betreten, aber wir möchten uns für 
einige Zeit die Deduktion des Methvlpropvhnaleinsäureimids 
reservieren. Die Deduktion mit Zinkslaub auf pvrogenem Wege 
verläuft leider immer sehr mangelhaft, die Ausbeuten sind wmzag 
und wird es daher unser Destreben sein, mittels anderer Me¬ 
thod,m zum Ziele zu gelangen. Auch sollen andere Maleinsäure- 
ahköminlinge in den Kreis unserer Untersuchungen gezogen 
werden, umsomehr als der eine von uns mit Herrn Koznicwski 
mehrere derselben zwecks der l'riilüng der Lipochromfrage‘1 
dargcstcllt hat. 
Was die Hanptroaklion der obigen Synthese anbclaitgt, 
so erscheint dieselbe fast in allen Kinzelh(ileii genügend auf- 
g< klart zu sein. I)i<‘ Michael-Tissotsche Synthese führt zu- 
nachsl zu Oxycyaniden, die nach dem Verseifen Homologe der 
Oxyhornsteinsüiire liefern. Letztere können ein oder" zwei 
asymmetrische Kohlenstoffalome enthalten, müssen also in optische 
Antimore spaltbar sein. Dies ist nun auch tatsächlich der Kall. 
Die aus Aeotessigüther (larstellbare Methyläpfelsäure: 
ntt II 
CJi3 — < : —— 
- C —COOII 
I I 
COOH II 
uelch<‘ nur ein asymmetrisches Kohlenstoffatom enthält,1 muß ii 
zwei antimereri Formen existieren. Ks gelang uns, eine der 
x lben m kristallinischer Form zu isolieren, nämlich die rechts 
') Diese Zeitschrift. IM. XXXVIII, S. 1%
        

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