Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die bei der Selbstverdauung des Pankreas auftretenden Nucleinbasen
Person:
Schenck, Martin
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18056/1/
Die bei der Selbstverdauung des Pankreas auflretenden 
Nucleinbasen. 
Von 
Dr. Martin Schenck. 
(\usj »l<*m iihysiolojjischon Institut der Universität Marlmrp.) 
Der Redaktion zugepangen am 8. Dezember l‘J»)t.) 
Pas Ausgangsmaterial für meine Untersuchungen war von 
Herrn Dr. Loh mann in folgender Weise dargestellt worden. 
Lebendfrische Pankreasdrüsen von Schweinen und Hindern 
wurden fein gehackt, unter Chloroformwasser,1) dessen Menge 
so gewählt war. daß auf 1 kg Drüsensubstanz 2 kg t liisH;!- 
keU kamen, bei Bruttemperatur gehalten, bis die Verdauungs- 
tlüssigkeit keine Biuretreaktion mehr gab. Die klare Ver¬ 
dauungsflüssigkeit wurde dann vom Bodensatz abgehebert, aul¬ 
gekocht. filtriert und zur Abscheidung des lvrosins eingeengt. 
Das auskristallisierte Tyrosin wurde abgesaugt, das neue Filtrat 
mit Barytwasser von den Phosphaten beireit, der überschüssig1 
Baryt durch Kohlensäure entfernt. Die so erhaltene Flüssig¬ 
keit wurde nunmehr stark eingeengt und die Nucleinbasen 
nach den Angaben von Kutscher vom Histidin, Arginin oü 
abgetreimt. Zu diesem Zweck wurde sie mit Salpetersäuiv 
schwach ungesäuert und mit 20°-/oiger Silbernitratlösung atc- 
gelällt. Die Fällung wurde nach einigen Tagen abgesaugt, unter 
starkes Ammoniak gebracht und so einige W ochen aufbewalnt. 
Dabei gingen nicht unbeträchtliche Mengen in Lösung, die a^ 
den Silberverbindungen nicht bekannter Körper bestehen. Dien 
Zwischenfraktion ist bisher nicht näher untersucht worden, 
doch lassen sich aus ihr die in Lösung gegangenen Verbin¬ 
dungen von neuem durch annähernde Neutralisation mit Salpotoi- 
säure uiederschlagen und auf diese W^eise reinigen. Del un 
gelöste Best wurde abgesaugt, zunächst mit Ammoniak, dann 
1 i Salkowski, Deutsche medizin. Wochenschr., 1888, Nr. 10
        

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