Bauhaus-Universität Weimar

Zur Kenntnis der Diamine. 8f)7 
Phenylcyanatverbindungen in Pyridin wasserfreies Aceton, so 
tïillt momentan dits Tetramethylenderivat ans, während die Penta- 
metbylenverbindung sich erst bei mehrstündigem Stehen aiis 
dem Kiltrat abscheidet. Beide Fraktionen können durch noch¬ 
maliges Umkristallisieren dann gereinigt werden. 
Die Trennung der Gemische gestaltet sich bei den älteren 
Verfahren kaum einfacher. 
Bei der Darstellung der Phonylcyanalverbindungen in 
wässeriger Lösung haftet diesen natürlich durch Zersetzung 
des Karbonils entstehender Diphenylliarnstolï an, wenn die 
Addilionsprodukte bei alkalischer oder neutraler Beaktion aus- 
(ailen. Die Derivate der Diamine sind aber selbst in siedendem 
Alkohol so schwer löslich, daß sie durch Auskochen mit Alkohol 
!eiehi von dieser Beimengung befreit und durch Umkristallisieren 
völlig gereinigt werden können. 
Am Äthylendiamin haben wir weiter festgeslelH, daß 
rs /iii Ausführung der Reaktion nicht einer weitgetriebenen 
Beindarstcllung der Base «lurch Behandlung mit Phosphor- 
woliramsüure und Baryt bedarf, sondern daß sich dieselbe auch 
in salzrejchcr Lösung vollzieht. 
Plieny icyanat-üthy lend ia min 
(vH5HN • GO • NH—(CH2)2 —Nil • GO . NHC,H- 
ent stellt aus 1 .,83 g Chlorhydrat der Base in wässeriger Lösung 
und einem l herschuß von Lauge (10,0 ccm n-KOH) beim 
Schütteln mit 2,00 g Phenylcyan at. ln kurzer Zeit scheiden 
si< ). dichte weiße Knollen des Additionsproduktes aus, das mit 
Wasser und verdünnter Kssigsäure ausgewaschen, mit Alkohol 
ausgekocht und aus siedendem Pyridin, in welchem es schwer- 
l|>.
        

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