Bauhaus-Universität Weimar

Die Pikrolonate einiger physiologisch wichtiger Verbindungen. 
Von 
J. Otori (Tokio). 
(Aus dem physiologischen Institut der Universität Marburg.) 
(Der Redaktion /ugegati«!en am 2t*. Oktober l'Jül.) 
Durch Knorr und Mathes1) ist gezeigt worden, daß die 
Pikrolonsäure in viel höherem Maße als die Pikrinsäure zur 
Charakterisierung organischer Hasen inamentlich der Fettreihe) 
geeignet ist. In der physiologischen Chemie hat mau von der 
Pikrolonsäure auffallend spät (jebrauch zu machen begonnen. 
Es ist Steudel2) gewesen, der sie zuerst mit Histidin und 
Arginin verbunden hat. Er erhielt sehr schwer lösliche Ver¬ 
bindungen des Histidins und Arginins mit Pikrolonsäure, die 
wohl geeignet sind, eine leichte Abtrennung jener physiologisch 
außerordentlich wichtigen Körper von anderen Substanzen zu 
ermöglichen. Sie geben auch eine gute Handhabe, um die aus 
hydrolytisch gespaltenen Eiweißstoffen gewonnenen Histidin- und 
Argininfraktionen weiter aulzuteilen. 
Ich habe nun versucht, noch eine Anzahl anderer Körper, 
die für den Physiologen von Interesse sind, mit Pikrolonsäure 
zu verkuppeln. Namentlich habe ich zu meinen Versuchen 
Körper gewählt, die durch die Arbeiten Hriegers3) unter dem 
Namen « Ptomaine > bekannt geworden sind. Man hatte früher 
auf die grundlegenden Arbeiten Hriegers hin angenommen 
daß die Ptomaine ausschließlich unter der Einwirkung von 
l) Ber. der deutsch, ehern, des., ltd. 32.- S. 732. 730; Liebigs 
Annalen, hd. HOI, S. !; Bd. 307. S. 171; Bd. 31;"*. S. 10-L 
*) Diese -Zeitschrift, Bd. XXXVII, S. 210. 
r> Die Ptomaine, Berlin l08f>—1880.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.