Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pharmakologische Studien über synthetisch hergestellte Basen aus der Piperidinreihe
Person:
Hildebrandt, Herm.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18039/37/
Pharmakologische Studien über synthetisch hergestellte Hasen etc. • 28f> 
auch bei hinführung des Thymotin-a-Methvlpiperidids eine Oxy¬ 
dation des in der «-Stellung zum N befindlichen Methyl eiidreien 
könne. Bei der Spaltung der so entstehenden Dikarhonsiiure 
müßte ohne Zweifel die OOOll-Gruppe abgespalten werden und 
nichts anderes entstehen als Thymotinpiperidid. Von diesem 
unterscheidet sieh aber die neue.Base in mehrfacher Hinsicht:- 
dem Schmelzpunkt, Löslichkeit des Platindoppelsalzes ; einem 
Kaninchen mit .saurem Harne eingegeben, erzeugte sie nicht 
das direkt sich ausscheidende Slotlwecliselprodukt des Thvmotin- 
piperidids. 
Ihre physiologische Wirkung ist schwächer als die von 
Thymolin-a-Mcthylpiperidid. Nach Injektion von ö..”) mg -starb 
eine weiße Maus erst nach i Stunden. 
Thymotin-u-Methylpiperidid wird also im Organismus in 
gleicher Weise verändert wie Thymotinpiperidid..: cs lagert sich 
an den N Methylalkohol an, und das (OOH der ( ilykuronsüure 
spaltet mit dem OH Wasser ah. sodaß eine neutrale Ver¬ 
bindung entsteht. 
Lin gleiches Verhalten zeigt die entsprechende Carvacrol- 
verbindung. Auch das nach ihrer Darreichung erhaltene Spaltungs¬ 
produkt war weniger giftig. Nach Injektion von ö.ö mg der 
Hase trat der Tod nach 2 Stunden ein. während das ursprüngliche 
Produkt schon in 11 2 Stunden tödlich wirkte. 
Also auch die Methylderivate dos Tlivmol- und Carvacrol- 
a-Methylpiperidids zeigen analoge Unterschiede wie die ursprüng¬ 
lichen Basen. 
Das Platindoppelsalz des Spaltungsproduktes der Parvacrol- 
verbindung kristallisiert ebenfalls, wenn auch langsamer als das 
der ursprünglichen Hase. 
0.001 g Substanz: 0.012*» g Pt: Pt -- 20.10%. 
Berechnet für 'C^H^NOHGl .(PtOI^ : Pi ----- 20.31" 
L Thymotincopellidid: . y Cll3 
NH 
Zur Darstellung des Copellidins ging ich aus vom käuf¬ 
lichen Aldehyd kollidin und reduzierte es zum Itexalivdro- 
kollidin, ') das bei 1 f>2—1(0 0 siedet. 
*) Dürkopf, Annalen <1. Chem., Bd. 217. S. 00. 
Pharmakologische Studien über synthetisch hergestellte Basen etc. 287
        

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