Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis der Zusammensetzung und des Stoffwechsels der Keimpflanzen
Person:
Schulze, E. N. Castoro
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18031/27/
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K. Schulz«* und N. (lastoro, 
Autolyse blieb aber die Zunahme der Argininmenge doch hinter 
derjenigen zurück, die in den lebenden Keimpflanzen von Lupinus 
lut eus binnen i bis ö Tagen erfolgte. Die Anhäufung des Arginins 
in den Keimpflanzen dieser Kupinusart ist darauf zurückzuführen, 
daß hier das beim Kiweißzerfall entstandene Arginin im Stoff¬ 
wechsel der IMlänzchen entweder gar nicht oder doch nur sehr 
langsam verbraucht wird. 
Als bemerkenswert dürfen wohl die Resultate gelten, die 
wir bei Bestimmung des Arginingehaltes der Keimpflanzen von 
Lupinus luteus in ihren verschiedenen Entwicklnngsstadien er¬ 
hielten. Wir fanden, daß die Argininbildung mit dem Kiweiß- 
zerfall, dessen Größe nach dem Kiweißverlust der Keimpflanzen 
beurteilt wurde, gleichen Schritt hielt. Offenbar erfolgt der 
Kiweißzerfall in diesen Keimpflanzen nicht in der Weise, daß 
zunächst intermediäre Produkte (Albumosen und peptonartige 
Stoffe) sich bilden und daß diese dann später langsam in die 
kristallinischen Kndprodukte der Spaltung übergehen, sondern 
es werden die Kiweißstoffc, bezw, die aus ihnen zuerst ent¬ 
standenen Albumosen und Peptone schon vom Beginn der 
Keimung an rasch in jene kristallinischen Kndprodukte zerlegt. 
Diese Beobachtungen geben noch eine Stütze für die 
von K. Schulze aus einer großen Anzahl von Tatsachen ab¬ 
geleitete Schlußfolgerung, daß in den Keimpflanzen das As- 
paragin als (‘in sekundäres Produkt des Kiwcißumsatzcs auftritt. 
Die Bildung des Argin ins, eines primären Kiweißzersetzungs- 
produktes, hält gleichen Schritt mit dem Kiweißzerfall; sie hört 
auf, wenn kein Kiweiß mehr zersetzt wird. Anders ist es mit 
dem Asparagin. Daß dieses Amid in manchen Fällen noch 
in starkem Maße sich bildet, wenn der Kiweißverlust der be¬ 
treffenden Pflänzchen schon sein Knde erreicht hat, ist von 
K. Schulze schon vor längerer Zeit nachgewiesen worden.*) 
Den von K. Schulze in bezug auf die Asparaginbildung 
ausgesprochenen Schlußfolgerungen, die schon durch die Arbeit 
von G. Balicka-I wanowska-) eine Bestätigung erhalten haben, 
') Wir verweisen auf die von K. Schulze in dieser Zeitschrift, 
ltd. XXI\, S. (if —(17, sowie S. 0t. gemachten Angaben. 
*) Diese Arbeit ist schon in uns«*rer ersten Abhandlung auf S. 2;>»> 
von uns zitiert worden.
        

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