Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Autolyse der Stierhoden
Person:
Mochizuki, J. Y. Kotake
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18030/5/
Über die Autolyse der Stierhoden. 
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0,1740 g Substanz gaben 0.2432 g CO, und 0,0705 g H,0. ‘ 
Berechnet für C6HuN,Ot • C6H,Ns07 : Gefunden : 
C 38,40> 38,12% 
H V>3u,o 4,50°/« 
N 18,66 V 18,02 °/o 
Die Zahlen stimmen völlig mit denen des Lysinpikrates 
überein. 
Die vom Lysinpikrat abfiltrierte alkoholische Lösung wurde 
nach dem Verdunsten des Alkohols mit Wasser aufgenömmen 
und mit Salzsäure und Benzol von Pikrinsäure befreit. Die 
pikrinsäurefreie Flüssigkeit wurde bei mäßiger Temperatur zum 
Sirup eingedampft, der Sirup mit absolutem Alkohol extrahiert 
und das liltrat mit alkoholischer Platinchloridlösung ausgefallt. 
Die aus Wasser umkristallisierte Substanz erwies sieh durch 
die Analyse als salzsaures Cholinplatinchlorid. 
0,1'00 g Substanz gaben 7 ccm feuchtes Stickstoffgas bei 20® C. 
und 757,8 mm Druck. 
0.2810 g Substanz gaben 0,0883 g Pt. 
Berechnet für 2 C5HuNOC1 • PtCl,: Gefunden : 
N 4,55 % 4,48 V 
Pt 31,06 V 31,51 V 
Unter den au to 1 y t i sehen Prod u k t on der S t ierhoden 
wurden somit aufgefunden: Ammoniak, (iuanin(V), 
Hypoxanthin, Xanthin, Thymin, Lysin und Cholin. Ob 
Leucin und Tyrosin auch in den autolysierten Stierhoden Vor¬ 
kommen, muß durch weitere Untersuchung entschieden werden.
        

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