Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
"Serosamucin", eine Mucinsubstanz in Ascitesflüssigkeit und Synovia
Person:
Holst, Gustaf von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18028/1/
Serosamucin», eine Mucinsubstanz in Ascitesflüssigkeit 
und Synovia. 
Von 
Gustaf von Holst. 
(Dor Redaktion zugegangen am 27. August i‘H)t > 
In diagnostischer Hinsicht hat man bekanntlich dem Vor¬ 
halten der Transsudate und Exsudate zu Essigsäure eint* gewisse 
Bedeutung beigeleg!, indem nämlich Exsudate inflammatorischen 
! rsprunges regelmäßig von dieser Säure gefällt werden, die eigent¬ 
lichen Transsudate dagegen nicht. Aus dem Grunde hat man auch 
wiederholt die Natur des durch Essigsäure fällbaren StufTes zu 
erforschen sieh bemüht, ohne indessen zu übereinstimmenden 
Resultaten zu gelangen, was wohl darauf hindeutet, daß die 
fällbare Substanz nicht immer dieselbe ist. 
Im Jahre 18(10 veröffentlichte Professor Hammarsten1) 
einen Aufsatz über das Vorkommen von Mucoidsubslanzen in 
Ascitesflüssigkeiten. Aus solcher Flüssigkeit konnte er nämlich 
in einigen Fällen, wo eine Beimengung von Pseudomucin aus 
Ovarialgesehwülsten vollständig auszuschließen war, zwei Sub¬ 
stanzen isolieren, die sowohl ihrer elementaren Zusammen¬ 
setzung wie ihren anderen Eigenschaften nach unzweifelhaft 
zu der Mucingruppe gehörten und dementsprechend auch als 
Spaltungsprodukt eine reduzierende Substanz lieferten. Die eine 
dieser Substanzen war durch Essigsäure fällbar, die andere, 
welche wie eine Albumoso sich verhielt, dagegen nicht. Jene 
wurde als Mucoid, diese als Mueinalbumose bezeichnet. Die 
Darstellungsmethode, bei welcher das koaguluble Eiweiß durch 
Sieden entfernt wurde, ließ vermuten, daß die fraglichen Stoffe 
') Hammarsten, Diese Zeitschrift, Bd. XV. 
M 'ppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLIII. 
10
        

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