Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Spaltung des Pseudomucins durch starke siedende Säuren. II. Mitteilung
Person:
Otori, J.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18023/6/
Dip bpaltiing dos 1 soudoniucins (lurch stinke siedende Säuren. || 79 
Dabei schied sieh hei der Behandlung mit Zinkoxyd, noch eine 
nicht unbeträchtliche Menge Leucin als Leueinzink ah. Nach¬ 
dem aus den Zinkvorbindungen durch Sehwefclwässerslojf die 
freien Körper dargestellt waren, wurde durch nochmalige Be¬ 
handlung mit Ziukoxyd die I retiming von Leucin und Glutamiu- 
säure bewirkt. Die llauptmenge der Glutaminsäure war aber 
der direkten Abseheidung als Zinkverbindung entgangen und 
wurde erst durch Fällung der zinkhaltigen Flüssigkeit mit. 
Sil hern i trat gewonnen. Aus den Silberverbindungen 'wurden 
die gefallenen Säuren durch Schwefelwasserstoff in Freiheit 
gesetzt und durch Zinkoxyd getrennt. Die dabei erhaltene 
schwerlös liehe Verbindung bestand lediglich aus glutaminsaurem 
Zink. Die Ausbeute an Glutaminsäure, die schlieblich in Form 
der salzsauren Glutaminsäure zur Wägung und Analyse ge¬ 
bracht wurde, betrug0.Î-W70 g. Die Analyst» gab folgenden Wert: 
O.lOH g Substanz gaben U.osoo g f.hlnrsilber. 
Daraus bon-ebnen sich 1U.ÔIP ,, CI; IUI . C H..X04 verlangt lW^'ci. 
Der Schmelzpunkt lag bei Pdf,” (1. 
Auller der Glutaminsäure war noch eine geringe Menge 
einer anderen Säure mitgefällt worden, die ein leicht lösliches 
Zinksalz bildete, Kupfer mit tiefblauer Farbe löste und nach 
Sättigung mit Kupier langsam eine Kupferverbindung absehied. 
Wahrscheinlich handelte cs sieh um asparaginsaiircs Kupfer. 
Die Menge reichte zur Analyse nicht ans. 
Das Filtrai vom glutaminsauren Silber wurde vorsichli1«- 
mil Silbernitrat und Barythydrat aiisgelälll, um die Beste des 
Leucins und die anderen Amidosäuren zu gewinnen, die nach 
der Methodi» Kutschers1) schwerlösliche Silborverbindungcu 
liefern. Aus den mit Schwefelwasserstoff zersetzten Silberver- 
bindungen wurde nach dem Eineiigen eine Krislallmasse ge¬ 
wonnen, die sieb durch heilten Alkohol in einen in Alkohol 
löslichen und einen in Alkohol unlöslichen Teil trennen lief’,. 
Die in Alkohol löslichen Massen bestanden der Hauptsache 
nach aus Leucin. Das an verschiedenen Stellen gewonnene 
'j >itzungsbericbtc der Königl. IVul'. Akad. der 
Mai 11102. 
sscnschaftcn.
        

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