Bauhaus-Universität Weimar

Iber r.ast‘inokvrin. 
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wird, weil durch die größere* Löslichkeit des Argininphosphor- 
wolframates gegenüber der des Lysinphosphorwolframates die 
Basenlösung verhältnismäßig etwas argininärmer wird; zweitens 
wird etwas zuviel Arginin gefunden, da der Silberbärytuieder- 
schlag nicht vollständig auswaschbar ist. 
Diskussion der Formel des Caseinokyrins. 
Aus den Analysenwerten ('S. 41) läßt sich unter anderen 
folgende Formel für das Sulfat ableiten: C23H,lSNO,0Ss 
= C23H47N908 • 3 H,S( )4. 
Für die Base selbst also die Formel: C2;iH47N.,08. 
Bei der hydrolytischen Spaltung wurden erhalten: Arginin, 
Lysin, Glutaminsäure und kein Histidin und Ammoniak. Ver¬ 
sucht man aus diesen Spaltungsprodukten das Kyrin 'aufzu¬ 
bauen, gelangt man auf folgende Weise zu der Formel desselben: 
1 Mol. Arginin = C.Jlj^Og 
2 Lysin = C12H28N404 
t •> Glutaminsäure = C-,H ,,N*04 
ÄNÄ7 - 
minus 2 Mol. 11,0 11 t 0 
s 
Denkt man sich das Molekül des Kyrins aus diesen 4 
Molekülen der Spaltungsprodukte nach Art der synthetischen 
Peptide E. Fischers aufgebaut, so müßte dies unter Austritt 
von wenigstens tt Mol. Wasser geschehen. Andersartige als 
die besagten Verkettungen können natürlich auch so geschehen, 
daß aus 4 Mol. 2 Mol. Wasser austreten. Doch dieses minus 
und plus 1 Mol. Wasser ist belanglos. Erstens beeinflußt es 
die Analysenwerte nicht sehr stark, zweitens kann das Sulfat 
1 Mol. Molekularwasser enthalten, das bei W>(> nicht entweicht. 
Fin solcher Aufbau des Moleküls würde unter der Vor¬ 
aussetzung, daß bei der Spaltung mit Schwefelsäure glatt die 
Komponenten entstehen, voraussetzen, daß der Busen-N 
des Gesamt-N beträgt = 88,8°/o. Diesem Werte äußerst nahe¬ 
stehende haben die ersten Spaltungsversuche ergeben. Ich 
habe aber oben ausgeführt, daß diese infolge ungenauer 
Hoppe-Seylers Zeitschrift f. physiol. Chenue XLIII. •)
        

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