Bauhaus-Universität Weimar

Beiträge zur Kenntnis des PhosphorstolTwechsels. 9 
Die Phosphorresorption war demnach bei Fleischnahrung 
relativ besser, als bei der Ernährung mit den phosphorfreien 
Nahrungsmitteln, d. h. es wurde in der Fleischperiode ein ge¬ 
ringerer prozentiseher Anteil des Phosphors der Nahrung unver¬ 
ändert ausgeschieden als bei der Ernährung mit Fleischpulver 
und Eiweiß. Als ungefähre Normalzahl für die Phosphorresorption 
beim Menschen hat Ehrström 30°/o angegeben. Doch macht er 
darauf aufmerksam, daß ziemlich beträchtliche Schwankungen 
um 30°/o nach oben und unten Vorkommen und nicht als 
pathologisch betrachtet werden dürfen. ^ 
Heim Tiere scheint die Zahl 30 als Durchschnittszahl zu 
hoch zu sein. In den Versuchen von Markuse, Steinitz, 
Leipziger undZadik schwankt die Prozentzahl für den Phos¬ 
phorgehalt der Faeces zwischen 10 und 20°/o von dem der. 
Nahrung. 
Die Prozentzahlen des in den Faeces vorhandenen Phos¬ 
phors sind in meinen Versuchen bei der Ernährung mit Fleisch 
12,82°/o des Nahrungsphosphors, bei der Ernährung mit Eiereiweiß 
23,04 im ersten und 33,7°/o im zweiten Versuche. In der ersten 
Eiereiweißperiode ist also die Resorption eine gute, in der zweiten 
entsprechend der Stickstoffresorption eine schlechtere. Bei der 
Fütterung mit Fleischpulver ist ebenfalls ein ziemlich hoher 
Phosphorgehalt in den Faeces vorhanden und zwar 33,2 °/o des 
Phosphors der Nahrung; auch hier ist die Stickstoffresorption 
schlechter als in der Fleischperiode. Dabei ist jedoch zu bemer¬ 
ken, daß bei dem geringen Phosphorgehalt der Faeces die natür¬ 
lichen Fehlerquellen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen 
können? Denn außer dem Phosphor, der aus der unresorbierten 
Nahrung stammt, ist in den Faeces auch Phosphor enthalten, 
der im Darmsekret und als Exkret durch die Darmwand ab¬ 
gesondert wird, namentlich Nueleoalbumin. Die Zahlen sind 
also alle zu hoch angegeben. 
Die Phosphorbilanz ist im ersten Versuche dieselbe bei 
der Darreichung von phosphorarmer, wie phosphorreicher Nahr¬ 
ung. Die Erhöhung des Phosphors in der Nahrung bedingt hier 
nicht eine erhöhte Rentention. Der Hund vermag bei der 
außerordentlich geringen Phosphorzufuhr von 0,345 g noch
        

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