Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herstellung glykogenarmer Hefe und deren Anwendung zum Zuckernachweis im Harn
Person:
Buchner, Eduard Sigurd Mitscherlich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18009/3/
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Kdua'.rd HucIiiht u. Sigurd Mitscherlich 
I* i*r die Zuekcrbestimmung im Harn 
scheint ein Bedürfnis nach einem Dauerhelepräparat vorzuliogen. 
welches (>ine gute (oirkraft. aber keine Selbstgiirung besitzt. 
Auch bei Anwendung lebcrfder Heb* kann hoher (üykogengohalt 
der Zellen unter l msländen Zuckergehalt im Harn Vortäuschen.1 
!>ie bisher unter dem Namen Zymin im Handel befindliche 
Aectondauerhetc eignet sieh, wie E. Münzer-Prag2) naehgcwiesen 
hat und Haul Krause-Breslau:{) bestätigt, wegen ihres (ilykogen- 
gehalts nicht für die Zuckerbestimmung. Nunmehr kann ein Prä¬ 
parat zur \ crliigung gestellt werden, welches den Anforderungen 
entspricht.11 Da die Dauerhefe sieh in dem diabetischen Harn zu 
Boden setzen würde, was eine ungenügende Einwirkung zur 
Eolge hätte,5) fügt man dem allenfalls verdünnten Harn 1 Vo¬ 
lumen konzentriertes (ilyzerin zu, wodurch zugleich ('ine Ent¬ 
wicklung von Mikroorganismen verhindert wird.*/ 
Kür die Kherlassung vorzüglicher Knlerhele sind wir der 
Schult h ei Il-Brauerei, A.-(i., Berlin (Eaboratoriiimsvorsteher 
Herr Dr. Hronow), zu grobem Dank verpflichtet. 
Experimentelles. 
Di»* ersten Versuche in gröberem Malislab erfolgten in 
der Weise, dal» die gewaschene, stark glykogenhaltige, in der 
hydranliseh(*n Press«» von Wasser möglichst befreite liefe mittels 
Dnrchlrcibcns durch ein lei nés Drahlsieh (Maschenweite 1 nun) 
in dünner Schichte auf Eiltrierpapier ausgehreitet und 20 Stunden 
im Eissehrank aufbcwahrl wurde. (Versuch Nr. 1, Tab. I.) Beim 
zweiten Versuch war nach 20 Stunden das (iivzeriri noch nieht 
vollständig verschwunden und die liefe wurde deshalb nochmals 
‘ ^lmid('u bei 20" gelagert. (Tab. 1, Nr. 2.) Nachdem die Jod- 
reaktion negativ ausgefallen war, wurde nach dem früher be- 
‘I W. llenueherg. a. a. (). Rd. 21, S. tön » ». 
* Münchn. medizin. Wochenschr. IPOd. Nr. 
•’I I ticrapir der (»egenwarl. IU0{. März. 
Käiitlich bei Anton Schröder. München. F„and\vehrstraf>e -{.*). 
vh'l- E- -Münzer. Münchn. medizin. Wochenschrift 1U0H. Nr. 40. 
hi»“ nähere lïeschreihnng der \ crsuctisanordnung und des ver¬ 
wendeten Apparates wird Herr Dr. Rudolf Rapp in der Münchn. medizin. 
Wochenschrift verüffentliehen.
        

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