Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Blutverlust bei der Menstruation
Person:
Hoppe-Seyler, G. Brodersen Rudolph
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18008/4/
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Hoppe-Seyler. Rroderson und Rudolph. 
F. Iloppo-Soy 1er1 ) diese Lösung mit der Menstrualblullösung 
verglichen. Fast immer war die Art der Färbung, da das Hä¬ 
moglobin des Menstrualblutes unverändert geblieben war, in 
beiden Lösungen dieselbe. War infolge Zersetzung, wie dies 
bei lange sich hinziehender Menstrualblutung und starker Blut¬ 
en! leerung der Fall sein konnte, die Menstrualblutllüssigkeit 
dureli Metbämoglobinbildung etwas bräunlich gefärbt, so konnte 
durch Zusatz von etwas Salzsäurt» in ihr und in der Vergleichs- 
lösung der gleiche Farheuton erzielt werden (Nr. 5, t \ der Tabelle). 
Ls wurde nun, je nachdem die Menst rualfliissigkcil oder die 
Blutlösung die dunkler« war, diese oder jene entsprechend ver¬ 
dünnt und so der (iehalt an Blut erhalten. In 3 Fällen wurde 
auch durch Vergleich der Menstrualblutllüssigkeit mit einer 
Kohlonoxydhämogiobinlösung von bekanntem Gehalt der Hämo¬ 
globingehalt bestimmt. Meist wurde dann der Hämoglobin¬ 
gehall des Blutes in dieser Weise bestimmt, in einigen Fällen 
vor und nach der Menstruation. Die gewonnenen Resultate 
sind in der Tabelle zusammengestellt. 
Zuerst sind 1 Bestimmungen bei Personen angeführt, 
welche, voll entwickelt waren, in jugendlichem Alter standen, 
normalen oder last normalen Blutbefund zeigten und deren 
Menstruation normal stark erschien, jedenfalls in der iib- 
ü( ^ eise beurteilt, nicht als schwach zu bezeichnen war. 
Ls waren keine Erscheinungen von Anämie oder Chlorose an 
den inneren Organen wahrnehmbar. Die Erkrankungen, wegen 
deren sie im Krankenhaus waren, waren nicht derart, daß sie 
den Ablauf der Menstruation wesentlich beeinflußten. Bei ihnen 
beläuft sich der Blutverlust auf 2f> bis 52 ccm, im Mittel auf 
37 ccm. Bei Nr. 2 ist zum Vergleich der Blutverlust im Fieber 
und bei Abnahme des Hämoglobingehaltes des Blutes angegeben. 
Sehr verschiedene Werte ergaben ältere Frauen (Nr. 5, (i, 
7 ). welche sich in der Nähe der Menopause befanden. Sie bewegen 
.‘dch zwischen 3 und L>2 ccm. Hier tritt entweder ein all¬ 
mähliches Versiegen der Menstruationsblutung ein oder es kommt 
zu häutigen, unregelmäßigen, reichlichen Blutverlusten. Bei 
1 Hoppe-Seyler u. Th ierfelder. Handbuch der physiol.-chem. 
Analyse, 7. Aullage. JM. S. ■{!»<>.
        

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