Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Absonderung der Lymphe im Arme des Hundes
Person:
Paschutin, Victor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18/3/
!)7] (JiiKit nu: Aiisonukiuino min Ly im rin: im Akmk uns Hi ndus. 100 
sigkeil wiederholt man noch drei- Ins viermal. Ist dies ge¬ 
schehen, so findet man nach sorgfältigem Abhebon der Cutis in 
dem Unlcrhnulbiudegewcbe eine Reihe prall gefüllter Lymph- 
gefässe, die sämintlieh gegen den obern Rand des Schulterblat¬ 
tes hinstreichen und schliesslich durch eine Spalte im ui. ciicu- 
laris zu einer LvinphdrUse dringen, welche am obern Rande 
des Schulterblattes unter dem vordersten Theile des genannten 
Muskels gelegen ist. Wenn man diese Drüse blosgelegt hat, so 
wird man gewöhnlich finden, dass das Berliner Blau nicht durch 
sie hindurchgedrungen ist; um auch dieses letztere zu bewir¬ 
ken, setzt man in einen Zipfel der unregelmässig gestalteten 
Drüse eine StichcanUle, bindet diese dort fest, und führt nun 
unter gelindem Drucke die Lösung von Berliner Blau ein; als¬ 
bald schiesst die Farbe in die vasa effercnlia, sodass nun das 
Gefäss zum Vorschein‘kommt, welches in der beigegebenen Tafel 
mit B bezeichnet ist. 
Nachdem man sich einmal am lodten Thicrc über die Lage 
dieses Gefässes orienlirt hat, wird cs mit Hülfe der beiliegen¬ 
den Zeichnung oder eines Präparates leicht gelingen, dasselbe 
auch am lebenden aufzufinden. Immerhin wird es Jedem, der 
diese Operation zum ersten Male unternimmt, willkommen sein, 
noch die folgenden Vorsichlsmassregeln zu erfahren. Nachdem 
die Haut am äusserem Rande der v. jugularis durchschnitten 
ist, müssen aufs sorgfältigste alle kleinen Arterien, welche hier¬ 
bei geöffnet sind, unterbunden und alle blutigen Verunrei¬ 
nigungen des blosgelegten Bindegewebes vermieden werden, 
weil man ohne dieses bei der Auffindung des Ganges Schwie¬ 
rigkeiten begegnen würde, da derselbe sich nur vermöge seiner 
Durchsichtigkeit von der Umgebung unterscheidet. Nach Voll¬ 
endung des Hautschnilles suche man mit stumpfen Instrumen¬ 
ten zunächst die a. transversa colli auf und unterbinde ihren 
Stamm und sämmlliche aus ihr hervorgehenden Aeste — ge¬ 
wöhnlich vier an Zahl —, dann durchschneidc man die Arterien 
zwischen den Unterbänden, wobei man den blutigen Inhalt der 
Gefässe sorgfältig in einem vorgclcglen Schwamme auffängt. Hier¬ 
auf lege man ebenfalls zwei Ligaturen um die v. transversa colli 
und durchschncido auch diese, mit derselben Vorsicht für die 
Abhaltung des Blutes zwischen den Fäden. Beim Aufsuoho.n 
der genannten Blutgefässe hallo man sich genau an dit; vordere 
Fläche derselben, da unmittelbar an ihrer gegen die Wirbel-
        

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