Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die ein und demselben Eiweißfermente zukommende proteolytische und milchkoagulierende Wirkung verschiedener Verdauungssäfte
Person:
Pawlow, J. P. S. W. Parastschuk
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17997/20/
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J * « * und in noch eklatanterer Weise mit dem Safte des 
IMnrtrierteües und der 1!runnerschen Drüsen, welche die aller- 
schwäehslen Fermcnflösungen darstellen, erzielen. Wir kennen 
also das Ferment, welches sicherlich in der Lösung vorhanden 
ist. sehr leicht aus den Augen verlieren. 
Die zweite Erscheinung, welche in der uns interessierenden 
frage eine Dolle spielt, ist die zerstörende Wirkung der Al¬ 
kalien. sogar des Natriumkarbonats (über das Eigenartige dieser 
Wirkung soll noch weiter unten die Hede sein), eine Wirkung, 
welche schon seit langem gut bekannt ist. Wie oben be¬ 
richtet wurde, hatte sogar sehr vorsichtige Neutralisation mit 
\a..(10 welche nie über die neutrale Heaktion hinausging 
stets Zersetzung des Fermentes zur Folge, und nur bei Neu¬ 
tralisation mit NalHX)., konnte das Ferment unversehrt erhalten 
werden. Da dieser Fntersehied meist nicht beachtet wurde 
und da die meisten Forscher nicht nur nicht für ideal«' Neutra¬ 
lisation sorgten, sondern vielmehr ein Fberwiegen der alka¬ 
lischen Heaktion zulietien, in der Absicht, die Koagulation 
infolge von Fermentwirkung von derjenigen infolge von Säure¬ 
einwirkung streng zu trennen, so mußte unbedingt weitgehende 
Zerstörung des Fermentes statttinden. 
Heide erwähnten l rsacheu konnten, wenn sie im Verein 
miteinander auftraten, leicht das.Verschwinden des Fermentes, 
welchem di«1 milchkoagulierende Wirkung zugesehrieheu wurde, 
Vortäuschen. Hierin ist auch augenscheinlich der (irund dafür 
zu suchen, daß Hainmarsten beim künstlichen Magensaft, 
welcher im Hrufschrank gestanden hatte, die proteolytische 
W irkung unversehrt land, während die milehkoaguliereiide ver¬ 
schwunden war. d. h. gleichsam eine* Isolierung beider Fer¬ 
mente beobachtete. Dieselbe Erscheinung beobachteten wir im 
natürlichen Magensafte, den wir mit Natriumkarbonat neutrali¬ 
siert hatten, 
W le leicht einzusehen ist. dienen für «lie Fntersuclmng 
beider W ii kungen Methoden von ganz verschiedener Empfindlich¬ 
keit. welche durchaus nicht miteinander verglichen werden 
können. Zur Hestimmung der proteolytischen Wirkung wurde 
meist ein sehr empfindliches Heagetis, das Fibrin, für das es
        

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