Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Vorkommen von Aminosäuren im Harn, vorzugsweise bei Gicht
Person:
Ignatowski, Alexander
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17994/25/
( bei das Vorkommen von Aminosäuren im Harn etc. 305 
0.153‘J g Substanz lieferten 0.3004 g £Ü„ ().0(5î)2 g H,O 
= 5i,i5> c... i.;u° u h. 
0.1701.g Substanz lieferten 0.31(H) g CO,. 0.0(171 g 11,0 
- 51.11°/o C. 1.30’V H. 
»'.1(132 g Substanz ergaben 7.7 ccm N (758 mm Bar., 20.2°€.) — 5.38 °o N 
0.25(1/ » » » 12.1 » » (7.>8 » > 22 ° » 1 — 5,32° u » 
Berechnet für C1.,H1|04NS: C 5E35%. II 1.1(1 °o, N 5.30°/o 
Gefunden (Mittelwerte): » 51.28° 0, » 1.3(15° y, » 5,35 “0 
Schließlich wurden 2,31 g dor Naphtalinsulfoverbindung 
dor Spaltung nach dom oben (Soito 3871 geschilderten Verfahren 
unterworfen: die Spaltung lieferte 0,0 g Aminosäuren. Durch 
wiederholtes Umkristallioren tins heißem ammpniakalischem 
Alkohol und Wasehon mit Alkoholüther gelang es, der Form 
tiadi glykokollähnliclie Kristalle zu erhalten, die einen süßen 
lieselimack hatten und hei 228—220° schmolzen, also etwas 
niedriger als reines (Hykokoll (232—230°). 
Die* so erhaltenen Kristalle wurden mit Kupferkarbonat 
in der Wärme behandelt: aus der vom überschüssigen Kupler- 
karhonal ahliltriérten Lösung kristallisierten zwei Kuplerver- 
bmdimgen ans. Die eine, an Menge kleinert*, bestand aus 
rhombischen Blättchen: nach Abscheidung des Kupfers durch 
ILS wurde aus ihnen eine kristallinische Substanz erhalten, 
deren Schmelzpunkt 3000 überragte*. 
Die Hauptmasse der Cu-Verbindung bestand aus den 
typischen Nadeln des Glykokollkupfers. In dem mehrmals uin- 
ki istallisierten Präparat wurde der Gu-Gehalt nach Kose bestimmt. 
0.2280 g im Vacuum über Schwefelsäure getrocknete • Substanz 
oben 0.078(1 g f.u,S. 
Berechnet für (C,H4N0p,Cu 4- 11,0: 27.(1° ., Cu 
Gefunden: 27,1 °/o > 
» 
Damit ist das Vorkommen von Aminosäuren, 
speziell von Glykokoll im Gichtharn mit aller Sicher¬ 
heit testgestellt. 
Nach den Eigenschaften der aus den anderen untersuchten 
Oichlharnen erhaltenen Naphtalinsulfoverbindungen kann es 
keinem Zweifel unterliegen, daß diese* (ilykokollausseheidung 
eine regelmäßige Erscheinung der gichtischen Er- 
U.'j.ji" S. ykr's Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLII. 
2(1
        

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