Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Vorkommen von Aminosäuren im Harn, vorzugsweise bei Gicht
Person:
Ignatowski, Alexander
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17994/22/
A1 e x u n <1 e r I g h a t o w s k i. 
Fall IV. H—r. Georg. 42 Jahre alt. Dienstmann. 
Anamnese: Krster Gichtanfall vor 8 Jahren in der groben Zehe. 
Seither 7 — 8 Anfälle. 
r 
Beginn des gegenwärtigen Anfalls: 18. Dez. 1003 akut . 
I'otus : früher . XII. nur noch das linke G hop art-Gelenk betroffen, am 
8. I. Ol Rötung und Schwellung geschwunden. 
Der llorii war frei von Eiweiß. Io der Zeit des Anfalls 
(18., 19. Dezember) worden pro Tag 0,1975 g Aminosäurenver- 
bindtmgeo ans dem Harn erhalten: in der anfallst'reien Zeit 
(4.. 5. .lanoan 0,157 g, also mehr als während des Anfalls. 
Aus den Verbindungen wurden 0,990 g Naphtalinsulfo- 
glykokoll «»rhalton. Der liest der Naphlalinsulfoverbindungen 
(0,09 gi zeigte einen Schmelzpunkt von 119° und lieferte einen 
bei 77" sehnedzenden Athylesler. Diese Zahlen stimmen mit 
denen der entsprechenden Leucin-Verbindungen überein. Zu 
einer sicheren Identifizierung reichte das Material nicht tuts. 
Fall V. Pf—r, Michael. 53 Jahre alt. Monteur. 
Anamnese: Beginn vor 17 Jahren mit Schmerzen, Schwellung und Rötung 
der großen Zehen. Wiederholte akute Anfälle in den Knie-. Fuß- 
lind Zehengelenken. 
Beginn des jetzigen Anfalls ain 4. I. 1004. plötzlich, in der 
rechten großen Zehe und im rechten Sprunggelenk. 
Status tf>. Jan. 1ÎW>4 » : Im rechten Großzehengrundgelenk starke F.nl- 
zündungserscheinungen. ferner am Malleolus internus und an der 
Ansat/.slelle der Achillessehne. An der Ohrmuschel Gichtknötclion 
Herzdämpfung unbedeutend nach links verbreitert. 
Leichtes systolisches Geräusch an der Herzspitze. 
Therapie: Watteverband. Aspirin 4 X 1.9 täglic h, bis 121. dann Moorbäder 
Bereits nach 3 Tagen erfolgte rasche Besserung. 
Aus dem Harn vom 7., 8. und 9. Januar (also während 
und unmittelbar nach dem Anfall wurden 0,102 g Naphtalin- 
sulloverbindtmgen gewonnen, d. i. pro Tag 0,194 g. Aus den 
Verbindungen wurde 0.297 g Naphtalinsulfoglykokoll isoliert: 
0,019 g betrug die Menge der übrigen Naphtalinsulfoaminosäiiren.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.