Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Vorkommen von Aminosäuren im Harn, vorzugsweise bei Gicht
Person:
Ignatowski, Alexander
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17994/10/
ßKO 
A lex a mi** i lgnatowski. 
«1er Harnst oil eine besondere Rubrik, alle anderen Stolle wurden 
ohne weiten* Analyse in eine Gruppe zusammengefaßt, die 
mit den Gesamt namen Amido- oder Aminosäuren bezeichnet 
wurde. ln diesem Gemisch, von dem einige Stolle nicht die 
geringste Verwandtschaft mit Aminosäuren besitzen, kann die 
Hippursäure. deren Menge im normalen Harn bekanntlich 
zwischen 0,1 -— 1 g. variiert, die erste Stellt* einnehmen. 
ferner hißt sich gegen diest* Methode einwenden, daß 
das Fnlersuchungsverfahren sehr kompliziert ist und sogar in 
geübten Händen häutig beträchtliche Fehlerwerte ergibt; und 
schließlich gibt die Methode 'keinen Aufschluß über die Frage, 
mit welchen Aminosäuren wir es zu tun haben. 
II. 
Auf Anregung von Froh Fr. Müller unternahm ich den 
\ ersuch, aulzuklären, ob die Methode ties Aminosäurennach- 
weises mit ß-Xaphtalinsullochlorid liir die Klinik gt*eignt*t sei. 
Das Verfahren nahm in der Form, wie sie F. Fischer und 
F. Rcrgel! Voranschlägen haben, durch seine Finlächheit sehr 
für sich ein, jedoch überzeugte ich mich bt*rt*ils nach den ersten 
Analysen, dah t*s in der Auslührung, wi<* es oben bt*schrit*ben 
wunle. klinisch auf Schwierigkeiten stößt. Nur das Glvkokoll 
laus Lösungen, im imrmalen Harn) liefert ziemlich leicht die 
erwähnten Kristallverbindungen mit ß-Naphtalinsulfochlorid, doch 
schon das Leucin gibt selbst in \\ asserlösung nur schwer diese 
Verbindung, Alanin und Asparaginsäure lassen sich aus Wasser- 
lösungeii überhaupt nicht kristallisieren. Hei Ansäurung mit 
Salzsäurt* erhält man allerdings eine reichliche Trübung, «loch 
scheitle» sich keine Kristalle ab, selbst wenn man die Flüsse*-- 
keit längere Zeit der Kälte aussetzt. Dieses suspendierte Sediment 
ist weder durch dit* Zentrifuge, noch durch wiederholtes Fil¬ 
trieren abscheidbar. Wenn t*r lange in der Kälte gestanden 
hat. wird der Harn etwas klarer, es setzt sich ein Sediment 
ab. das aus einem titanisch verschiedener, meist harnsaurer. 
Sai/e, Harnsäure und noch einer gewissen harzartigen grauen 
Masse besteht, in der. wie man annehmen könnte, die Naph- 
tahn.-ullöaminosäuren enthalten sind. Dit* Fällung dieser Ver-
        

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