Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage der Bindung der Purinbasen im Nucleinsäuremolekül
Person:
Burian, Richard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17988/1/
Zur Frage der Bindung der Purinbasen im NucleinsäuremolekQI. 
Von 
Richard lturiaii. 
( I»« r Ut'ilaklioii ztigugaiigi i» am 7. Juli 1'JtU i 
<»egen meinen Nachweis, daft die Purinhasen in den Nuclein- 
säuren hörhstwahrscheinlnh durch Vermittelung ihres Imidazolringc.s 
N-Atom 7) an den liest des Moleküls gebunden sind, h hat Stendel iin 
letzten Helte dieser Zeitschrift S. 170» einen hinwund erhöhen. Kr gibt 
an. daft — gleich den Imidazolen mul den Purinhasen — auch ein 
Pyrimidinderival. nämlich das Thymin. mil Diazohenzolsnlfosäure Hol- 
lärbung liefert. Hieraus scheint Stendel schlichen zn wollen, daft die 
von mir aulgelumlpne I'ühigkeil der Purinhasen, mit Diazokörpern zu 
reagieren. ebenso gut durch den Pyrimidin- wie durch den Imidazol- 
nng der ersteren bedingt sein könnte, daft somit das Ausbleiben der 
Reaktion bei den Nucleinsäuren den von mir hinsichtlich  s ä u r e d e i i va t »I e s T h v m i n s 
zu isolieren und zu analysieren, unterlassen hat. (leider enormen 
hmplindlichkeit der l)iazokürp»Tfarbenreaktionen würde schon eine ganz 
geringfügige Verunreinigung des Thymins. z. II. eine imn'inrale |!»i- 
mengung von (iuanin. genügen, um einen positiven Ausfall »len Iteaklmii 
\orzutduschen. Ks könnte ferner »lurch »lie Natronlauge1) vielleicht 
»•me teilweise Zersetzung »les Thymins unter llildung reaktionsfähiger 
Produkte staltlinden. Kurz. I»ev»»r di<* Verbindung des Thymins mit der 
Ihazobenzolsulfosäuie rein dargestclll ist. darf man auch nicht behaupten, 
daft das Thymin mit l)inzok»'»rpern reagmrl. 
Allein, selbst wenn »Ims tatsächlich der Kall sein sollte.‘i so 
*) Vgl. Ili.r. d. Deutsch, ehern. Kies.. Ud. Ö7. S. 70S. 
u) Sl»*udel gibt an. daft di»- lleaktmn nur dann gelingt, .wenn zur 
ID istelIung der erforderlichen Alkaleszenz Nat ronlauge v«‘rwen»let wird. 
:t,i In »liesem Kalle mühte die Hindung »b-s Th.vmins in »hm Nuclein- 
säuren natürlich ebenfalls eine sohdie sein, daft dur» h sie die reaktions- 
lähigc Stelle des Thvmins besetzt wäre.
        

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