Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Donathschen Nachweis von Cholin in Fällen von Epilepsie
Person:
Mansfeld, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17974/14/
H)!- fi. Mansfeld. I her den Donathsehen Nachweis von ('.holin etc 
Lm diese meine Annahme auf'ihre Richtigkeit zu prüfen, 
löste ich chemisch rennes Chlorammonium in absolutem Alkohol 
und fällte das Filtrat mit alkoholischer .PtCI4-Lösung. Der 
Niederschlag wurde zur Entfernung des überschüssigen Platins 
wiederholt mit Alkohol g(‘waschen und schließlich in Wasser 
gelöst. Einige Tropfen dieser wässerigen Lösung Wurden auf 
dem Objektträger getrocknet. Die unter dem Mikroskop 
sichtbaren Kristalle erwiesen sich als vollkommen 
identisch mit denen, welche Donath aus der Cerebro- 
spinalfliissigkeit von Kranken darstellte und für ('.holin 
charakteristisch ansah. (Siehe Fig. 7.) 
Es ist wohl wahr, daß, wie Donath angibt, das Am- 
moniumplalinchlorid in Oktaeder- und Tetraederformen kristalli¬ 
siert : jedoch nur dann, wenn der Kristallisationsprozeß in ge¬ 
wohnter Weise aus einer größeren Flüssigkeitsmenge allmählich 
vor sich gehen kann und nicht aus einem Tropfen in kürzester 
Zeit. Dies gilt aber ebenso auch für das Cholinplatinchlorid; 
bei normal ausgeführter Kristallisation liefert es. wie Donath 
selbst anlührt, grolk*, schön ausgebildete Formen, am Objekt¬ 
glas dagegen unregelmäßige, schlecht entwickelte Kristalle. Aber 
selbst in diesen unentwickelten Formationen sind die aus reinem 
Cholin dargestellten, wie ich es schon oben erwähnte, wohl zu 
unterscheiden von denjenigen, welche wir aus jedem normalen 
Harn erhalten. 
Ich glaube somit bewiesen m haben: 
1. daß die nach Donaths Vorschrift dargestellten Kristalle 
für Cholin nicht charakteristisch sind: 
- daß diese Kristalle sich aus jedem normalen Harn und 
jeder Cercbrnspinaltlüssigkeit darstellen lassen: 
•b daß die Kristalle von Ammoniumplatinchlorid gebildet 
werden.
        

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