Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Donathschen Nachweis von Cholin in Fällen von Epilepsie
Person:
Mansfeld, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17974/13/
î ber (1. Donathsclirn Nachweis vimC.holm ni Füllen von Fpilepsu*. 
in Wasser und nahm nun in dieser Lösung wieder die Am¬ 
moniakbestimmung nach S< hlösing vor. 
Diese liest immungen (Thalien in den ersten l(X> rrm 
5.1 mg Ammoniak, in den /weiten lU) eem (d. h. in der 
wässerigen Lösung des alkoliolisclien Kxtraktes) ,‘i. i mg. Der 
absolute Alkohol vermochte demnaeli (>()° « des im I rin vor¬ 
handenen Ammoniums zu lösen. 
Jeli dail es nun als erwiesen arischen. dali auch der 
absolute Alkohol Ammoniumchlorid in Lösung zu bringen- ver¬ 
mag: in geringerem Grade, wenn es in ehemiseh reinem Zu¬ 
stande vorhanden ist: in ansehnlicher Menge .jedoch bei An¬ 
wesenheit von organischen Substanzen, die dem I rin und 
zweifellos auch der Cerebrospinalllüssigkeit entstammen. 
I in zu beweisen, daß der absolute Alkohol das Chlor- 
ammonium überhaupt nicht zu lösen vermag, stellte Donath 
folgenden Versuch an: Kr fügte zu einer abgewogenen Menge 
salzsauren Gholins ein wenig> KCl, XaGl und (H,N)CI und 
fällte das alkoholische Kxtrakt dieses Gemisches mittels alkoho¬ 
lischer IMGlj-Lösung. 
Das Gewicht des entstandenen Niederschlages entsprach, 
auf Cholin berechnet, in beiden milgeteilten Fällen so ziemlich 
der ursprünglichen Cholinmenge, woraus Donath folgern zu. 
dürfen glaubt, daß eben, nur das Cholin in den Alkohol iiber- 
gegangen war. Auch wenn es sieh um abgewogene Mengen 
von zugesetzten Chloralkalien gehandelt hätte, wäre ciijc Analyse 
der Ft-Verbindung auf ihren Ft-Gehalt als dringendes Foslulat 
anzusehen. Geradezu unerläßlich ist aber diese Analyse1, wenn 
die Zutat in kleinen Mengen von Chloralkalien erfolgte: es 
ist durch nichts bewiesen, woraus die Flatinverbindung eigent¬ 
lich bestanden hatte. 
Nachdem ich sub a gezeigt habe, daß Dona I hs Kristall- 
lörmen für das Cholin nicht im geringsten charakteristisch 
sind, sub b aber bewiesen habe, daß die Ammoniumsalzc, 
namentlich das iH,\jCI selbst in Hti r,))igem Alkohol toil weis«» 
löslich sind, ward«» ich zu «1er Annahme gedrängt, daß eben 
das von dem absoluten Alkohol aufgenoinmeue Chlorammonium 
es ist, das mit FH ‘.I, Donat hs mannigfaltige Krislallfornion bildet. 
11*
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.