Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Phosphorsäuregehalt der Cerebrospinalflüssigkeit bei verschiedenen, insbesondere Nervenkrankheiten
Person:
Donath, J.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17971/3/
Der Phosphorsäuregehalt der Cerebrospinalflüssigkeit etc. 143 
1887 von Thilo, Handy, H. Pemberton jun., Hundeshagen 
gemachten Versuche, die Phosphorsäure in dem gelben Nieder¬ 
schlage von phosphormolybdänsaurem Ammon alkalimetrisch zu 
bestimmen. Während nun die letzteren Autoren sich damit 
begnügten, den gelben Niederschlag in Kalilauge von bekanntem 
Titer zu lösen und den Alkaliüberschuß mittels äquivalenter 
Säure zurückzutitrieren, entfernt Neumann nach dem Lösen 
des Niederschlages in überschüssiger Natronlauge das Ammoniak 
durch Kochen. Es wird dadurch der Hauptfehler der früheren 
Methode vermieden, daß wegen der Gegenwart des Ammoniaks 
der Farbenumschlag des Phenolphtaleins ein langsamer und 
undeutlicher wird und so der Übergang des gesättigten Alkali¬ 
phosphates in das Dinatriumhydrophosphat nicht sofort be¬ 
obachtet werden kann. Lakmus ist hier wegen der amphoteren 
Reaktion des Zweidrittelphosphates unbrauchbar, dagegen zeigt 
das Phenolphtalein das interessante Verhalten, durch das ge¬ 
sättigte Phosphat wie durch ein Alkali gerötet zu werden, 
während das Dinatriumhydrophosphat auf dasselbe wie eine 
Säure wirkt. Da der gelbe Niederschlag von phosphormolybdän¬ 
saurem Ammoniak die Zusammensetzung 
2 (NH4)3P04 • 24 MoOs • 4 HN03 
hat und nach der Gleichung: 
2 (NH4)3P04 • 24 Mo03 • 4 HN03 + 56 NaOH = 2 Na2HP04 -f 24 Na2Mo04 
-f 4 NaN03 + 32 H20 -f [6 NH3] 
zerlegt wird, so besteht das günstige Verhältnis, daß erst auf 
56 Mol. NaOH 1 Mol. P205 kommt, mithin 1 ccm in Bindung 
getretener W2 NaOH 1,268 mg P205 entspricht. Entfernt man 
nun nach Zusatz etwas überschüssiger Halbnormalnatronlauge 
durch Kochen das Ammoniak, dann erfolgt auf Zurücktitrieren 
mit Halbnormalschwefelsäure sehr prompt die Entfärbung des 
Phenolphtaleins. 
Die Verläßlichkeit der Neumannschen Methode prüfte 
ich an einer Lösung von gewöhnlichem kristallisierten Natrium¬ 
phosphat von ungefähr 1 °/o Gehalt. Je 10 ccm derselben gaben 
in 4 Analysen 0,0232, 0,02337, 0,02351 und 0,02439 g P205.
        

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