Bauhaus-Universität Weimar

Über die Hefeoxydase. 
Von 
W. Issajew. 
Mit einer Abbildung. 
(Mitteilung aus dem Laboratorium für Technologie der Kohlehydrate de.s Polytechnischen 
Instituts zu Warschau.) 
(Der Redaktion zugegangen am 27. Mai 1'JOI.) 
Mit der Frage nach der Existenz einer Oxydase in der 
Hefe hat man sich bisher nicht viel beschäftigt, vielleicht 
deshalb, weil die Hefe ja gewöhnlich bei Luftabwesenheit in 
einer Kohfensäureatmosphäre funktioniert, sodaß irgend einem 
Luftsauerstoffübertrüger, d. h. einem Oxydationsenzym, kaum 
Gelegenheit geboten wird, seine spezifische Wirkung zu ent¬ 
falten. Es ist aber bekannt, daß der Luft Sauerstoff für die 
Lebenstätigkeit der Hefe unentbehrlich ist und zwar während 
der ersten Periode ihres Wachstums und ihrer Vermehrung. 
Es ist möglich, daß bei dieser SauerstoffverWertung, dann aber 
auch während anderer Lebensperioden der Hefe, eine Oxydase 
mitwirkt. Auf Grund älterer und der hier mitzuteilenden Ver¬ 
suche muß man zur Überzeugung kommen, daß in der Hefe 
ein Oxydationsenzym, die Hefeoxydase, existiert. 
Die ersten bestimmten Angaben über die Existenz einet* 
Oxydase in der Hefe findet man bei Tolomei:1) er kultivierte 
in Weinmost den Saceh. ellips. und setzte dann den Pilz der 
Luft aus: ein Chloroformwasserauszug davon gab die quali¬ 
tativen Laccasereaktionen (welche, wird 1. e. nicht angegeben). 
Ähnliche Resultate haben Versuche mit der Bierhefe ergeben: 
dieselbe wurde in Dextroselösung mit Zusatz von Alkohol 
kultiviert und dann von den Hefezellen durch Porzellan abfiltriert. 
Das Filtrat- absorbierte Sauerstoff und entwickelte Kohlensäure: 
V) Heal. Ae. Line. 189f>, zitiert nach Green-Windisch-Enzyme. S. f>09.
        

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