Bauhaus-Universität Weimar

î ber die Hefekatalase. 
105 
Da die Trockensubstanz der ersten Enzymlösung 0,105-°/o, 
der zweiten 0,17°/« betrug, so berechnet sieh die von 1 g 
Enzym zersetzte Menge von 1U02 zu: 
Niederschlag I — 13,5 g, Niederschlag II — 0,06 g. 
Die Permanganatinenge, welche von 1 g Knzym für sich 
verbraucht wurde, berechnet sich zu 57,6t) bezw. 41,18 g. 
Wir sehen daraus, «lall es genügt, die Hefeauszüge mit gleichem 
Volum Alkohol zu versetzen, um aus ihnen die Hauptmenge 
der Katalase auszufällen. 
Wir versuchten, die Katalase in der Weise zu reinigen, 
daß der Niederschlag von neuem in Wasser gelöst, abliltriert 
und dann wieder mit Alkohol gefällt wurde. 
Wir erhielten folgende Resultate: 
10 ccm 
HA 
verbr. n/«o 
KMnO« 
1 ccm 
Kn/.yml. 
I ! II 
Nach 
10 Min. 
1 ! 11 
Trocken¬ 
substanz 
1 1 II 
1 fr Knzym 
zersetzt 
HA 
I 1 II 
»,iy KMn04 
pro 1 fr Knzym 
i 1 II 
27,5 ccm 
0.010,05 
10,00 1K,1 
1 
0,206°;.. 0,108°/« 
14,5 £ 14,D fr 
i 
1 
11),4 ccm 
40,ß 
Die zweite Fällung mit Alkohol erhöht also die kataly¬ 
tische Kraft kaum, und da diese Reinigung mit grollen Verlusten 
an Material verbunden ist, so haben wir davon abgesehen und 
uns mit einmaliger Fällung bei Katalasedarstellung begnügt. 
Wir ersehen aus diesen Versuchen noch, daß Enzyme für sich 
große Mengen Chamäleon verbrauchen, da aber die benutzten 
Konzentrationen derselben gewöhnlich sehr klein waren, so 
konnte man diese Methode anwenden. 
4. Einfluß der Temperatur aul die Katalase. 
10 ccm H2()2 (0,012 molar) wurden mit 1 ccm Katalase¬ 
lösung vermischt, wobei jede von den Flüssigkeiten vorher 
lh Stunde bei betreffender Temperatur gehalten wurde; nach 
weiteren 10 Minuten setzte* man behufs Unterbrechung der 
Reaktion 25 ccm 112S04 (1 : 4) zu. Die Permanganatlösung 
war V200 normal.
        

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