Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die "Kohlehydratgruppe" des Serumglobulins, des Serumalbumins und des Eieralbumins
Person:
Abderhalden, Emil Peter Bergell Theodor Dörpinghaus
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17953/3/
532 Emil Abderhalden, Peter Bergell u. Theodor Dörpinghaus, 
in den bekannten zu Garben vereinigten Nadeln. Von den¬ 
selben erschien ein Teil in heißem Wasser leichter löslich. 
An in heißem Wasser schwerlöslichen Osazon wurden 
0,45 g erhalten. Schmelzpunkt 199—201° (korr. 204°). Die 
Analyse ergab : 
0,1938 g Substanz gaben 0,4322 g C02 und 0,1087 g N20. 
Berechnet Gefunden 
G 60,33°/o ; H 6,14°/o C 60,82>; H 6,18°/o. 
Nach dem Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol 
wurden folgende Zahlen erhalten: 
0,1559 g Substanz gaben 0,3474 g C02 und 0,0873 g H20 
= 60,77 °/o G und 6,22 °/o H. 
Mit reinem Glukosazon vermengt, schmolz die Substanz 
wiederum genau bei 203—204° (korr.). 
Die Menge des in heißem Wasser zunächst löslichen 
Osazons betrug 0,40 g. (Die Gesamtmenge des völlig aus¬ 
kristallisierten Osazons aus 500 g Serumglobulin betrug daher 
0,85 g). Der Schmelzpunkt war 186—188° (189,5—191,5 
korr.). Nach einmaligem Umkristallisieren aus sehr verdünntem 
Alkohol stieg der Schmelzpunkt auf 199° (korr. 203°). Die 
Substanzmenge betrug noch 0,3 g. 
Die Analyse ergab: 
0,1772 g Substanz gaben 0,3952 g C02 und 0,0985 g H20 
= 60,82 °/o C und 6,19 °/o H. 
Die Untersuchung zeigt, daß sich aus dem Serumglobulin 
eine sehr geringe Menge eines Kohlehydrates erhalten läßt, 
dessen Osazon Glukosazon ist. Die Hauptmenge dieses Kohle¬ 
hydrates ist jedenfalls Glukose, ob Spuren von Glukosamin zu¬ 
gleich vorhanden sind, können unsere Untersuchungen nicht 
entscheiden. Die Menge der Glukose beträgt ca. 0,1 °/o des 
verwendeten Serumglobulins. Anhaltspunkte für die Anwesen¬ 
heit der weiteren von Herrn Langstein erwähnten Verbin¬ 
dungen der Kohlehydratgruppe konnten wir keine finden. 
Nach der Pf lüg er sehen Methode der Glykogenbestimmung 
konnten wir zudem einen dextrinartigen Körper gewinnen, bei 
dessen Hydrolyse durch Säure Glukose auftrat.
        

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