Bauhaus-Universität Weimar

406 p. a. Levene u. L. B. Stookey, Über Pankreasnucleoproteid. 
obwohl aus Schwefelsäure umkristallisiert, hielt keine Spur 
von der Säure zurück und gab mit Pikrinsäure keinen Nieder¬ 
schlag. Die Analyse ergab die folgenden Zahlen: 
0,1375 g der Substanz gaben 29,5 ccm Stickstoff (über 50°/oiger Kalilauge) 
bei 750 mm Bar. und 23° C. T. 
Berechnet für C5H6N202 für C4H4N202 Gefunden 
N = 22,22 °/o 25,05 °/o 24,40 °/o 
Die Substanz war also ein Gemisch von Thymin und Uracil. 
Man wird also annehmen müssen, daß auch das Pankreas¬ 
nucleoproteid ein Derivat einer komplizierten Nucleinsäure ist. 
Literatur : 
Bang, Diese Zeitschrift, Bd. XXYI, S. 133; Bd. XXXI, S. 411. 
W. Jones und Whipple, Amer. Journ. of Physiol., y. 7. 
Levene, Diese Zeitschr., Bd. XXXII, XXXVII, XXXVIII. 
Berichtigung. 
Von 
E. Schulze. 
In einer von mir in Verbindung mit N. Castoroin Bd. XXXVIII dieser 
Zeitschrift publizierten Abhandlung ist auf Seite 204 in der zweiten Anmer¬ 
kung bei Besprechung der Bildung von Homogentisinsäure aus Tyrosin 
gesagt worden, daß nach F. Mittelbach die Eingabe von Tyrosin nicht 
ein Ansteigen der Homogentisinsäure im Harn in dem von Wolkow und 
Baumann beobachteten Umfange bewirkt habe. Wir verwiesen dabei 
auf das Jahrbuch der Chemie von R. Meyer, Jahrgang XI (1901), in 
welchem es auf S. 235 heißt: «Doch findet Fr. Mittelbach, daß die 
Gegenwart der Harnsäure hierbei (sc. bei Bestimmung der Homogentisin¬ 
säure im Harn) im Mittel einen Fehler von 6,1 °/o bedingt.1) Ferner 
bewirkte die Eingabe von Tyrosin nicht ein Ansteigen der Homogentisin¬ 
säure in dem von Wolkow und Baumann beobachteten Umfange.» 
Nun hatte aber Herr Professor Huppert die Gefälligkeit, mich darauf 
aufmerksam zu machen, daß in den Versuchen Mittelbachs jene Er¬ 
scheinung nur in einem Falle, bei Verabreichung von einer relativ 
großen Tyrosinmenge, eingetreten ist, während dagegen bei Verabreichung 
geringerer Dosen das Tyrosin im Harn als Homogentisinsäure vollständig 
wieder zum Vorschein kam. Die obige Angabe bedarf also einer Richtig¬ 
stellung, bezw. einer Ergänzung. 
A) Archiv für klin. Medizin, Bd. 71, S. 50.
        

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