Bauhaus-Universität Weimar

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M. Nakayama, 
0,5 g hamonucleinsauren Natrons wurden in 5 ccm siedenden 
Wasser gelöst, nach dem Erkalten mit 5 ccm Trypsinlösung ver¬ 
setzt und dann in gleicher Weise behandelt, wie beim Versuch 1. 
Selbst nach 14tägiger Digestion war keine Veränderung zu 
beobachten. 
Versuch 3. 
0,3 g hamonucleinsauren Natrons wurden in 10 ccm 
heißen Wassers gelöst, nach dem Erkalten mit 0,5 g Trypsin 
(von E. Merk) und 20 ccm 0,5 prozentiger Sodalösung versetzt 
und in üblicher Weise behandelt. Nach 9 tägiger Digestion war 
die Abspaltung der Phosphorsäure nicht mit Sicherheit nach¬ 
zuweisen. 
Die Versuche lehren, daß das Trypsin nicht im¬ 
stande ist, eine tiefgreifende Spaltung der Hamo- 
nucleinsäure herbeizuführen. Zu dem gleichen Er¬ 
gebnisse führten auch die Versuche, weiche mit den 
übrigen Nu dein säur en angestellt wurden. Es kann 
also kein Zweifel darüber bestehen, daß bezüglich der 
Wirkung auf die Nucleinsäuren ein prinzipieller Unter¬ 
schied zwischen Erepsin und Trypsin vorhanden ist. 
Zieht man außer diesem Befunde die von 0. Cohn¬ 
heim festgestellten Tatsachen in Betracht,1) daß hin¬ 
sichtlich der Fällungsgrenze mit Ammonsulfat und 
der vernichtenden Temperatur das Erepsin nicht un¬ 
erhebliche Abweichung vom Trypsin zeigt, so ist man 
wohl zu dem Schluß berechtigt, daß die in Bede 
stehenden Enzyme zwei ganz verschiedene Verbin¬ 
dungen sind, welche ähnliche Wirkungen auf die 
Peptone ausüben. 
II. Über das Vorkommen eines peptonspaltenden Enzyms in der 
Schleimhaut des Dünndarms von Pflanzenfressern. 
A. Versuche mit dem Dünndarme von Bindern. 
Der Dünndarm wurde von frisch geschlachteten Tieren 
entnommen, gleich aufgeschlitzt, sorgfältig mit Wasser gewaschen 
b a. a. 0., S. 459 und 460.
        

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