Bauhaus-Universität Weimar

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Uber das Erepsin. 
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Vorschrift von Kossel und Neumann verfuhr, ein Befund, 
der mit Angaben von K.Inouye^in direktem Widerspruch steht. 
Wie die nachstehenden Versuche zeigen, übt das Erepsin 
die gleiche Wirkung auf die Milznucleinsäure aus, wie auf die 
bereits geschilderten Nuclein säuren. 
Versuch 1. 
Eine Gallerte, weiche aus 0,5 g milznucleinsauren Natrons 
und 5 ccm Wasser bestand, wurde mit 5 ccm Erepsinlösung 
gut durchgemischt und unter Zusatz von Chloroform und Toluol 
im Brutschrank digeriert. Nach 6tägiger Digestion war voll¬ 
ständige Verflüssigung eingetreten. Die verflüssigte Masse wurde 
nach dem bereits beschriebenen Verfahren von den unzersetzt 
gebliebenen Nucleinsäuren befreit und auf dem Wasserbade 
eingeengt. Der Zusatz von einer ammoniakalischen Silber¬ 
lösung zur eingeengten Flüssigkeit erzeugte einen voluminösen 
Niederschlag. 
Versuch 2. 
0,5 g milznucleinsaures Natron wurden in 15 ccm sie¬ 
denden Wassers gelöst, nach dem Erkalten mit 15 ccm Erepsin¬ 
lösung versetzt und bei Gegenwart von Toluol und Chloroform 
im Brutschrank digeriert. Alle 24 Stunden wurden 5 ccm von 
der Lösung herausgenommen und auf Phosphorsäure verarbeitet. 
Die gewonnenen Ergebnisse sind in folgender Tabelle zusammen¬ 
gestellt. 
Tabelle IV. 
Dauer 
der 
Digestion 
Zur Analyse 
verwendete 
Lösung 
in ccm 
Gefundene 
Mg2P2o7 
in g 
Aus der 
gefundenen 
Mg2P207 be¬ 
rechnete P205 
in g 
24 Stunden ■ 
0 
0,0041 
0,0026 
2 Tage 
** 
o 
0,0062 
0,0040 
3 » 
0 
0,0068 
0,0043 
h Mündliche Mitteilung.
        

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