Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Bildung von Uroxansäure und Allantoin aus Harnsäure
Person:
Sundwik, Ernst Edw.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17936/1/
Über die Bildung von Uroxansäure und Allantoin aus Harnsäure. 
Von 
Ernst Edw. Sundwik, Helsingfors. 
(Der Redaktion zugegangen am 17. März 1904.) 
In einem Aufsatz vom Jahre 1894 (Über Uroxansäure 
und Oxonsäure, Diese Zeitschrift) habe ich gezeigt, daß beim 
Oxydieren von Harnsäure mit etwa 62°/o Kaliumperman¬ 
ganat in alkalischer Lösung bis 70 und 80°/o Natrium- 
uroxanat entstehen, oder da 100 Teile Harnsäure fast 243 
Teilen kristallisierten Natriumuroxanats entsprechen,wenn die 
Oxydation in möglichst einfacher Weise zustande käme, etwa 
ein Drittel der berechneten Menge. — Ich habe auch einige 
Salze dieser Säure analysiert und die Resultate zur gleichen 
Zeit angegeben. 
Schon früher hatte Claus (Berichte der Deutsch. Chem. 
Ges. VII, S. 227) gezeigt, daß Harnsäure, in Wasser sus¬ 
pendiert und mit derselben Menge Kaliumperman¬ 
ganat (62°/o in Lösung) oxydiert, die theoretische Menge 
Allantoin gab.* 2) Nach dem Ansäuern der entfärbten Oxy¬ 
dationsmischung mit Essigsäure bekam er fast reines Allantoin. 
Ich bemerke hierzu, daß sowohl Claus als ich vorausgesetzt 
haben, daß möglichst niedrige Temperatur eingehalten wurde. 
Claus säuerte die vom Permanganat entfärbte Oxydations¬ 
mischung gleich mit Essigsäure an; ich dagegen ließ einige 
Zeit stehen oder verdampfte gleich zur Kristallisation. 
Diese beiden Befunde wären unerklärlich, wenn ich nicht 
folgende noch béssere Methode zur Darstellung von 
Allantoin gefunden hätte: 
*) Natriumuroxanat = C5H6Na2N406 • 8 H20. 
2) Es entwickelt sich nach Glaus C02, was zu erwarten ist, da 
ja eine ungenügende Menge Alkali zugegen ist.
        

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