Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Avetongehalt der Organe an Coma diabeticum Verstorbner nebst Beiträgen zur Theorie des Acetonstoffwechsels
Person:
Geelmuyden, H. Chr.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17916/24/
I ber (1. Aoetongelialt «I. < hgane an Coma tliahoticiiin Verstorbener eie. ir»i 
Lehre von der Aeetomirio so wichtigen Krage nach dem Ver¬ 
hältnis der Acelonkörper untereinander und dessen Schwan¬ 
kungen hei den verschiedenen Acelonurien besteht noch eine 
große Lücke in unserem Wissen, und wenn überhaupt .jemals, 
so gilt vorzugsweise hei riilersuehungen über Diabetes, dal» 
alle bekannten Aeetonkörper berücksichtigt werden müssen, 
wenn die geleistete Arbeit den vollen W ert bekommen soll. 
Schließlich scheint es mir nicht überflüssig, einige W orte 
über das Verhältnis zwischen (dykosurie und Aeetonurie hei 
Diahet(ls zu oplern, obwohl mir die Sachlage hier ganz klar 
und durchsichtig zu sein scheint. In den Schrillen der Autoren 
kann man aber noch hier und da aut liemerkungen stoßen, 
welche darauf deuten, daß man ein Abhängigkeilsverhältnis 
zwischen beiden erwarten konnte. Die Lrlährung zeigt, meine 
ich, daß die Änderungen der Aeeloiiuric unabhängig von denen 
der (dykosurie verlaufen und zwar aus leicht 'verständlichen 
Gründen. W as die Größe der Aeetonurie bestimmt, ist in erster 
Keilte der Defekt im Kohlehydrat stoß Wechsel oder noch schärfer 
definiert in dem Teil desselben, welcher zu dem Aeetonstoff- 
wechsel in Deziehung steht, nicht die Zuckermenge, die zu jeder 
Zeit im Harn erscheint. Hei einem gegebenen Defekte wird 
eine Zulage von Kohlehydraten die Aeetonurie wenigstens eine 
Zeitlang vermindern, während die Glykosurie natürlich steigt. 
Andererseits beobachtet man wohl auch sehr häufig, daß bei 
progredientem Diabetes bei gleichen Lrnälirungsverliällnissen 
sowohl die.Glykosurie als die Aeetonurie zunimml. 
Was nun die Acetouuricn betrifft, welche bei allerlei 
anderen Krankheiten als Diabetes cintreten, so scheinen -die 
Autoren gewöhnlich dieselben als Inaiiilionswirkungen erklären 
zu wollen. Dies ist wohl auch richtig. Leider kann ich ein 
Urteil nicht auf eigene klinische Lrlährungen stützen. Die 
mir bekanntem literarischen Angaben scheinen mir aber keine 
anderen Krklärungsmoinente notwendig zu machen als die von 
mir behaupteten. Dies gilt auch von Acelonurien nach Narkosen 
und Vergiftungen. Waldvogel,11 der den Narkoseacelonurien 
ein hesonderesStudium widmete, gibt zu. daß Inaiiilionswirkungen 
*i I. <\ S. 153.
        

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