Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Beziehungen zwischen Molekulargewicht und physiologischer Wirkung bei höheren Fettsäuren. Erste Mitteilung: Myristinsäure und Laurinsäure
Person:
Meyer, Ludwig F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17898/1/
Über die Beziehungen zwischen Molekulargewicht 
und physiologischer Wirkung bei höheren Fettsäuren. 
(Mil. rnt;»TjH.iilzi»hij durch tiltit- /n li.-rlm. 
CO'T Rc.lalcti.m /num is. l>«.‘/.nmli«‘f i'jnu.) 
im .lahre ISiiH«, wies Bädziejewski. ein Schüler Kiilmes. 
als erster nach, dal) in den Organismus des Tieres ejngeführlo 
Fettsäuren einen NährwiTl besitzen. Kr füllerle einen HiiimI 
mil unzureichenden Mengen mageren Fleisches, sodal» in der 
/eil vom 1. April his S. .Juli eine Gewichtsabnahme von Ittjfd g 
aid î72o g — 28,9° .» stattland. Vom 8. his .Kt. Juli legte ei 
der früheren 'Nahrung im ganzen 911 g der Nalionseife der 
Kmcasäurc zu. Kr konnte jetzt eine Gewichtszunahme von 
i72o g aut ;i(i!i.) g —: 19.9",.) konstatieren. Diesen Nährwert 
der Fettsäure bestimmte .1. Munk-i durch Versuche, die er im 
.lalin* 1880 im hiesigen Laboratorium unter der Leitung 
SaIkowskis anslelite. exakt und einwandfrei. 
Li ging von den klassischen rnlersiiehuugch Voits aus. 
der zuerst dargetan hat, dal! Fell leichter unter die Bedingungen 
de> Zerfalls genii, und so durch seine Zersetzung einen gewissen 
Anteil des Kiweilies vor dem Verbrauch schützt. Setzte* Munk also 
(‘inen Mund mit einer bestimmten Mengt* von Fleisch und Fel! 
in Stickstoll'gleiehgowithl und gab dann anstatt des Fettes die 
äquivalente Menge Fettsäuren, so rouble die G rohe der Kiweill- 
Zersetzung hei dur Fellsämvfüttenmg im Vergleich mit der hei 
dt*r Fel tint len uig einen Mnhslab für dit* physiologische Bedeutung 
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