Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die sogenannten Metallverbindungen der Eiweißkörper nach der Theorie der chemischen Gleichgewichte
Person:
Galeotti, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17897/4/
Über d. sog. Metallverbindungen d. Eiweißkörper nach d. Theorie etc. 495 
Substanzen, die er Lvsalbinsäure und Protalbinsäure nennt. 
Er gibt zu, daß diese Säuren mit den erwähnten Metallen 
mehr oder weniger lösliche Salze bilden, hat jedoch beobachten 
können, daß man, wenn man solche Zusammensetzungen der 
Dialvse unterwirft, im äußeren Wasser des Dialysators die 
organische Säure wiederfindet, während sich keine Spur von 
dem Metall darin befindet. Schulz bemerkt mit Recht, «wäre 
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das Schwermetall in organischer Bindung in den Säuren vor¬ 
handen, so müßte es darin zugleich diffundieren». 
Durch eine besondere Methode gelang es Paal(10), den 
Metallgehalt dieser Präparate bedeutend zu erhöhen, bis er die 
Zahlen 70—90°/o für Ag, 40°/o für Hg und 93 °/o für Au erreichte. 
Die Untersuchungen über die Verbindungen des Albumins 
mit dem Pt haben äußerst verschiedenartige Resultate ergeben. 
Schon Diakonow(ir) und später Fuchs (12) haben nachge¬ 
wiesen, daß man mittels einfacher Waschung mit Wasser das Pt 
aus dem Präzipitat, das sich gebildet hat, so extrahieren kann, daß 
der Gehalt aus diesem Metall bis auf 0,8 °/o sinken kann, während 
Fuchs aus mehreren Analysen 7.95, 8,77 und 7.6°/o erhielt. 
Für das Ag erhält man auch von einander sehr abweichende 
Zahlen. Lieberkühn(13) erhielt für Eieralbumin einen Maximal¬ 
silbergehalt von 6,1 bis 6,260/o, Loew(14), als er mit einem 
vermittelst der Dialyse gereinigten Eieralbumin experimentierte, 
bis sein Gehalt an Aschenbestandteilen auf 0,12 °/o sank, er¬ 
hielt folgende Resultate. 
Eine 5°/oige Albuminlösung ergibt mit einer l°/oigen AgN03- 
Lösung keinen Niederschlag, mit einer 5—10°/oigen Lösung dieses 
Salzes aber einen sehr reichlichen. Aus dem durch H2S04 
behandelten Albumin erhielt er vermittelst 1 °/o AgN03 einen 
Niederschlag, der, mit Wasser und Alkohol gewaschen, 2,17°/o Ag 
ergab. Nachdem er den Säuregehalt der Flüssigkeit erhöht hatte, 
erhielt er auch eine Erhöhung des Silbergehalts in dem Nieder¬ 
schlag. Bei Verwendung von 5°/oigen Lösungen von AgN03 erhielt 
er folgende Zahlen für den Silbergehalt im Niederschlag : 4,39,3,91, 
4,64°/o. Daraus ersieht man, daß auch bei Löws Experimenten der 
Prozentgehalt des Metalls im Niederschlag mit der Steigerung der 
Konzentration des Salzes in den verwendeten Lösungen zunimmt. 
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