Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die sogenannten Metallverbindungen der Eiweißkörper nach der Theorie der chemischen Gleichgewichte
Person:
Galeotti, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17897/33/
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G. Galeotti, 
Dreiphasisches System 
flüssige Phase : Albumin CuS04 + H20 
1. feste Phase: AlbuminR*CuS04 
2. feste Phase : CuS04 -j- 5 H20. 
Löst man eine große Menge Kupferalbuminat in einer 
übersättigten CuS04-Lösung auf, wie vorher erwähnt wurde, 
und läßt dann die Flüssigkeit unter einer Glocke mit H2S04 
etwas verdunsten, so erhält man zuerst nur Erzeugung von 
Kristallen und die Flüssigkeit bleibt klar, dann wird die Flüssig¬ 
keit allmählich, sowie die Kristalle anwachsen, trüb, und endlich 
sinkt ein mehr oder weniger reichlicher Niederschlag zu Boden : 
diesen Niederschlag kann man mit großer Vorsicht von den 
Kristallen und der zurückbleibenden Flüssigkeit trennen. 
Die Gleichgewichtsbedingungen dieser dreiphasischen Sys¬ 
teme sind in einem solchen Falle dargestellt durch den Kurvenast 
H/F/. Man sieht sogleich, daß dieser Ast nicht eine Fort¬ 
setzung des Astes F;L ist, und in der Tat sind die Gleich¬ 
gewichtsbedingungen links und rechts von F; sehr verschieden 
und der Unterschied besteht gerade in der Gegenwart einer 
neuen Phase. 
Die Kurve H/F/ scheint sehr regelmäßig zu sein. Es ist 
unmöglich, das äußerste Ende nach links hin (jenseits des 
Punktes EF) zu bestimmen, weil die Lösungen mit großen 
Mengen Albumin so dick werden, daß man sie nicht mehr von 
den festen Phasen trennen kann. 
Fügt man einer durch einen Punkt dieser Kurve dar¬ 
gestellten Lösung Wasser hinzu, so verschiebt sich der Punkt 
nach oben, d. h. er tritt in das zweiphasische Feld ein, und man 
erhält einen neuen Niederschlag. Fügt man dagegen Wasser 
und CuS04 in genügender Menge hinzu, so daß man den Punkt 
nach rechts und oben verschiebt, bis er in das monophasische 
Feld oberhalb des Astes FT, eintritt, so erhält man keinen 
Niederschlag. Läßt man sodann die so geänderte Lösung etwas 
verdunsten, so daß der sie darstellende Punkt unterhalb FT, 
geht, so erhält man eine Bildung von GuS04-Kristallen, ohne 
irgendwelchen Niederschlag. Die Punkte EFGFF' dieses Astes 
haben eine doppelte Korrespondenz. Sie sind nämlich konjugiert mit
        

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